Pfanne frei!
18.02.2010 | 15:30 Uhr 2010-02-18T15:30:00+0100
Recklinghausen. Wie Berufskolleg-Schüler und Seniorenheim-Bewohner gemeinsam kochen und voneinander profitieren
„Müssen noch Kartoffeln geschält werden? Wo ist denn der Schnittlauch?” Im sonst eher ruhigen Gruppenraum der Gruppe eins im Caritashaus Reginalda herrscht rege Betriebsamkeit. Es riecht appetitlich nach angebratenen Zwiebeln, während die Kartoffeln langsam zu kochen beginnen. Allerdings nicht in der Küche, sondern mitten im Gruppenraum. Wie das geht? Durch einen mobilen Küchenwagen, der dem Seniorenheim seit kurzem zur Verfügung steht und mit dem in jedem Zimmer frisches Essen zubereitet werden kann.
Gesponsort wird der Wagen vom Gelsenwasser-Generationenprojekt, bei dem sich das Caritashaus in Kooperation mit dem Herwig-Blankertz-Berufskolleg beworben hat und auch prompt den Zuschlag für die mobile Küche bekam. „Wir haben uns natürlich sehr gefreut, als wir Bescheid bekamen”, sagt Einrichtungsleiterin Christel Zynga rückblickend. Zum Start des Pilotprojekts ist zusammen mit der Fachlehrerin der Hauswirtschaft, Monika Wewers, eine Gruppe Oberstufenschüler in der Einrichtung zu Gast, die eine Ausbildung zum Sozialhelfer absolvieren.
Weder zu hart
noch zu labberig
Ziel des Projekts „Kochen am Bett – Kochen für die Sinne” ist es, das Hungergefühl der Senioren durch die gemeinsame Zubereitung des Essens im Haus zu verstärken, denn wegen der zentralen Essensbelieferung durch eine Großküche wehen sonst keine intensiven Kochgerüche durch das Haus.
Die Schüler haben sich daher bei der Essensplanung besondere Mühe gegeben: „Wir haben das Essen vorgekocht und nicht nur auf die Gerüche, sondern auch auf die Konsistenz geachtet: es sollte weder zu hart noch zu labberig sein”, erklärt Lehrerin Monika Wewers. Was gibt es denn? „Kartoffelbrei mit Rührei und Spinat.”
Dieses Mal wird zwar mit der gesamten Gruppe und daher im Gemeinschaftsraum gekocht, aber mit dem Wagen ist man so flexibel, dass man das Ganze auch in die Einzelzimmer der Bewohner verlegen kann. „Das Projekt scheint bisher gut anzukommen, und wir planen weitere solcher Tage”, so Christel Zynga. An mangelnder Motivation von Seiten der Schüler wird es jedenfalls kaum scheitern: „Ich war von Anfang an begeistert von der Idee”, sagt zum Beispiel Schülerin Milena Kalb. „Das gemeinsame Kochen macht Spaß, und es ist schön zu sehen, dass alle mitanpacken. Sogar die Männer!”, fügt sie augenzwinkernd hinzu.
Ihr Klassenkamerad Jan Simmert schließt sich der positiven Bewertung an: „Ich halte das für einen sehr guten Ansatz, von dem beide Seiten profitieren können: Wir haben mehr Praxisbezug zum Unterricht und die Bewohner freuen sich bestimmt über die Ablenkung”, vermutet er. Dem kann Ruth Wiesner (77) nur zustimmen: „Es ist eine schöne Abwechslung, mit den Schülern in der Gruppe gemeinsam zu kochen”, sagt sie.
Auf die Frage, ob sie einen solchen Kochtag gerne wiederholen würden, antworten Senioren und Schüler unisono mit „Ja, gerne!”
Es sieht also ganz nach einem rundum gelungenen Projektstart aus. Und genauso riecht es auch. . .
21:16
Komisch:
In dem Beitrag: LEHRLINGE-Esfehlt an Qualität.
Soll die JUGEND von HEUTE zu wenig können!!!!!
Ja was den nun?????