Olfen setzt auf alternative Energien
14.04.2011 | 10:29 Uhr 2011-04-14T10:29:00+0200Stadt und Gelsenwasser gründen gemeinsame Gesellschaft zur Nutzung regenerativer Energien
Olfen. Alternative Energien sind in Olfen „auf dem Vormarsch“. Nachdem im nichtöffentlichen Teil der Ratssitzung vom 24. Februar die „Schaffung von gesellschaftsrechtlichen Strukturen zum Ausbau regenerativer Energien in Olfen“ auf der Tagesordnung stand, ließ Beigeordneter Wilhelm Sendermann nun „die Katze aus dem Sack“.
Neu ist, dass der Rat mit der Gelsenwasser AG die Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft beschlossen hat. Die neue „Gesellschaft zur Nutzung regenerativer Energien in Olfen“ (GENREO) hat die Aufgabe, die Umsetzbarkeit regenerativer Projekte zu prüfen sowie Projektentwicklungs- und Planungsaufgaben zu übernehmen.
Das Ziel bezüglich der Biogasanlagen, wovon es in Olfen bisher zwei gibt, eine dritte ist im Bau, geht auch in Richtung Einspeisung des produzierten Biogases in die Leitungsnetze, ja den Aufbau von eigenen Biogasnetzen. Auch der Bau eines Blockheizkraftwerks in der Gesamtschule, der am Freitag begonnen werden soll, passt da gut ins Konzept, denn hier werden Wärme und Strom selbst erzeugt, so dass zusätzlich die nebenan liegende Sporthalle durch eine Erdleitung mit Wärme versorgt werden kann.
Auch die Möglichkeiten der Ausweisung des ehemaligen Bundeswehr-Munitionsdepots als „Windvorranggebiet“ sollen untersucht werden. Dort könnte demnächst ein Windkraftwerk-Park entstehen, so Wilhelm Sendermann.
Dass die Stadt Olfen verstärkt auf Windenergie und Biogas setzen will, „ist nicht der Katastrophe in Japan geschuldet“, macht Wilhelm Sendermann klar. Und dass die Bürger „mit ins Boot geholt werden sollen“, hatte Bürgermeister Himmelmann bereits im Januar verkündet. WZ
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