Nicht ohne direkte Zufahrt
14.11.2008 | 20:28 Uhr 2008-11-14T20:28:00+0100Herten. Ein Ärztezentrum mit Cafe´ und Apotheke, aber auch ein Dienstleistungszentrum mit Raum für Anwaltskanzleien, Architekten und Fitness plant Josef Gövert (65), Hertener Unternehmer und Ex-CDU-Ratsherr, für das ehemalige Distelner Zechengelände.
Den Bauantrag – zunächst für eine kleine, eingeschossige Lösung auf knapp 19 000 qm – hat er Ende September bereits bei der Stadt eingereicht.
Die Stadt hält allerdings das Vorhaben nur dann für genehmigungsfähig, wenn zur Anbindung des Geländes eine Kreuzung Kaiserstraße/Distelner Straße mit Ampel ausgebaut wird. Das Vorhaben steht bereits auf der Prioritätenliste der Stadt, allerdings müsste Gövert 150 000 Euro zuschießen. Diese Kreuzung will der Bauherr nun aber gar nicht. „Das Gelände ist bereits über Zechenweg, Kaiserstraße und Josefstraße (via Parkplatzzufahrt, die Red.) angebunden. Wenn die Kreuzung ausgebaut wird, gibt es keine Parkplätze mehr für den geplanten Lebensmittelmarkt auf dem ehemaligen Gota-Markt-Gelände. Das rechnet sich nicht,” erklärte Gövert der WAZ gegenüber seine Ablehnung.
Die Stadt indes sieht den Kreuzungsausbau als abgesprochen: „Im Protokoll der Vorgespräche ist diese Absprache zum Kreuzungsausbau nachzulesen”, widerspricht Stadtsprecherin Nele Däubler dem Bauherrn. Ein klärendes Gespräch ist für den 2. Dezember geplant.
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