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Naturbad nimmt Form an

26.10.2009 | 15:53 Uhr
Naturbad nimmt Form an

Olfen. „Pünktlich zur Badesaison wird das neue Naturbad am 1. Mai 2010 öffnen", ist Bürgermeister Josef Himmelmann sicher. 1,35 Millionen soll das Projekt kosten.

Aus den großen durchbohrten Felsbrocken ragen Schläuche, an denen Schwalldüsen befestigt werden. Foto: Werner Zempelin / WAZ Fotopool

Wenn man von der Alleestraße auf der bereits asphaltierten Zufahrtstraße auf das Schwimmbad zufährt, fallen gleich zwei Dinge auf: Links der große Bereich der Liegewiese, die bereits mit Gras bewachsen ist und mit den „Dünen“ im Hintergrund zum Ausspannen einlädt. Und mannshohe Felsbrocken mit bis zu 14 Tonnen Gewicht, die jeweils durchbohrt sind. Sie müssen noch mit einem Spezialkran an den richtigen Platz gesetzt werden, wo aus dem Loch dann eine Schwalldusche ragen wird.

Kleinkinderbecken fast fertig

Die vorgesehene Rutsche endet in dem bereits fertigen abgerundeten Bereich rechts im Bild. Foto: Werner Zempelin / WAZ Fotopool

Gut vorstellen kann man sich schon, wie die „Kleinen“ im fast fertigen Kleinkinderbecken des Naturbades herumtollen und planschen. Ebenso denkt man bereits an die Scharen der Besucher, die sich im großen Schwimmbecken wohl fühlen oder es sich lieber am Sandstrand gemütlich machen. Das Becken selbst mit Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich wird nicht etwa gefliest, sondern erhält einen grünen Kunststoffbelag, der auch schon teilweise fertig ist. Der bis auf vier Meter Tiefe abgesenkte Bereich für die mutigen Springer ist schon deutlich zu erkennen. Neben einem Sprungturm mit Drei-und Ein-Meter-Brett wird es noch eine 11,5 Meter lange Rutsche geben, die in dem bereits fertigen abgerundeten Bereich endet. Der Sprungturmsockel ist inzwischen schon gegossen.

Reinigung ohne Chemikalien

Bürgermeister Josef Himmelmann (li.) und Klemens Brömmel erklären die Funktion der biologischen Reinigung. Foto: Werner Zempelin / WAZ Fotopool

Übrigens wird das Wasser im Schwimmbecken nicht künstlich aufgeheizt. „Die Erfahrung in anderen Naturbädern zeigt, dass das Wasser im Reinigungsbereich so flach steht, dass es sich dort auf über 20 Grad erwärmt, bevor es zurück ins Becken fließt“, weiß Josef Himmelmann zu berichten. Außerdem ist die biologische Reinigung durch den Algenteppich (Phosphorentzug) und den Schilfbereich so effizient, dass das Badewasser auch ohne Chemikalien hygienisch einwandfrei bleibt und im Laufe eines Tages einmal umgewälzt wird.

Die Fundamente sind fertig

Von den beiden Gebäuden im Eingangsbereich sind bis jetzt erst die Betonsockel zu erkennen. Foto: Werner Zempelin / WAZ Fotopool

Im Eingangsbereich, in dem sich der Kassenautomat und ein Kiosk befinden und ein Umkleidegebäude gebaut wird, entsteht eine Restauration. Die Häuser sollen in Holzrahmenbauweise mit sibirischem Lärchenholz gebaut werden. Eine Fläche für die Beachvolleyball-Anlage ist ebenfalls vorgesehen. Parkplätze in genügender Zahl werden in drei Bereichen ausgewiesen, so dass auch großer Besucherandrang kein Problem darstellt. Der Eintrittspreis soll, so Himmelmann, bei etwa drei Euro liegen.

  • Die Kosten für das Naturbad betragen voraussichtlich 1,35 Mio Euro. Das Bad hat eine überbaute Fläche von 3,5 Hektar (35.000 qm). 2000 Besucher finden Platz in dem Bad. Die Stadt rechnet mit 40.000 Besuchern pro Jahr.

Werner Zempelin

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