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Mixed Emotions

31.10.2009 | 06:00 Uhr
Mixed Emotions

Vest. Tyree Glenn jr. in der Vest Arena, große Feier bei Frank Rosin und Lesung im Setzkasten.

Seine langjährige Erfahrung am New Yorker Broadway, Konzerttourneen, Radio- und Fernsehshows in Italien, Portugal und Deutschland machten ihn zu dem, was er heute ist: ein brillanter Musiker, Entertainer und Komponist – einer, der es versteht, jedes Publikum zu unterhalten und anzuheizen: Tyree Glenn jr., der amerikanische Saxophonist, Sänger, Komponist und Entertainer, kommt nach Recklinghausen in die Vest Arena. „Tyree Glenn Jr.'s Funky R & B Party!” heißt es am Mittwoch, 4. November (20 Uhr/Einlass 19 Uhr). Glenn spielt sein vielseitiges Repertoire aus Rhythm & Blues, Soul, Funk und Jazz. Schwarze Musik von Stevie Wonder, James Brown und Otis Redding, aber auch Jazz Standards von Duke Ellington – „Satin Doll” and „Take the A Train” – bis Errol Garner's „Misty” sowie Blues. Und natürlich Eigenkompositionen. „Schwarze Rhythmik und vor allem die Show stehen im Vordergrund des Konzertes.” So der Musiker, Schauspieler, Comedian und Entertainer, dessen Vater der legendäre Posaunist von Louis Armstrong und Duke Ellington war. Glenn Junior, der bei seinen unzähligen Konzerten auch im „Maxwell Blues Cage” in Paris und beim Montreux Jazz Festival auftrat, spielte auch in zahlreichen Filmen mit. Unter anderem mit Charles Bronson in „Death Wish”. Karten für das Konzert in der Vest Arena gibt es an der Abendkasse für 7 Euro.

Im „Restaurant des Jahres” gibt es hingegen heute Abend zehn Gänge – neun kulinarische und einen musikalischen. Sternekoch Frank Rosin feiert in seinem Wulfener Domizil seine Auszeichnung mit der englischen Pianistin Joanna Eden, während sein Dorstener Ortsnachbar, der ebenfalls mit einem Stern gekrönte Björn Freitag, sein neues Buch vorstellt. „Kleine Zaubereien” heißen seine „Snack-Ideen mit Stern”. Die gibt es in zwei Versionen: dick und dünn, wenn man so will. Die kleiner Variante hat ein paar Gerichte weniger. „Ist aber auch sehr hochwertig.”

Tom „Tornado” Klatt und seine seine Beatnik Forever Society lässt lesen. Und zwar den New Yorker Dichter Steve Dalachinsky und die aus Japan stammende Dichterin Yuko Otomo. Es ist einer von nur drei Auftritten in Deutschland, der da am 2. November im „Setzkasten” in der Recklinghäuser Innenstadt über die Bühne geht (Eintritt: 10 Euro). Musik und Literatur gehören für den New Yorker untrennbar zusammen. Seine 1999 bei Knitting Factory Records erschienene CD „Incomplete Directions” versammelt maßgebliche Musiker der New Yorker Downtown Scene. So sind neben Thurston Moore oder Vernon Reid auch führende Avantgarde Jazzer wie William Parker, Daniel Carter, Assif Tsahar, Mathew Shipp oder Susie Ibara vertreten. Karten für 10 Euro im Vorverkauf unter 02361 9433002 (ab 19 Uhr). Seine Begleiterin Yuko Otomo ist übrigens die einzige Frau – und überhaupt eine der letzten Dichter – die selberverfasste Haikus, eine japanische Gedichtform, schreibt und diese in Japanisch und Englisch vortragen wird.

Wer lieber auf „Himmelsklöße” steht, sollte sich Michael van Ahlens Ringelnatz-Abend im Recklinghäuser Ratskeller antun. Der Recklinghäuser liest am Mittwoch, 4. November (20 Uhr), Gedichte und Prosa von Joachim Ringelnatz. Aus dem umfangreichen Werk des Dichters hat van Ahlen die bekannten Gedichte zu einer bunt schillernden Collage zusammengestellt. Eintritt: 9 Euro (VVK)/11 Euro (AK).

Peter Kallwitz

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