Mit Trommeln und Trompeten
20.02.2012 | 19:17 Uhr 2012-02-20T19:17:00+0100
Witten.Auf Stockums Straßen hat das Böse triumphiert. Wo man am Rosenmontag auch hinsah, es wimmelte von kleinen Hexen, Teufeln und Monstern. Gemeinsam mit Eltern und Großeltern zogen sie von 13 bis 14 Uhr auf der Hörder Straße aus, um die fünfte Jahreszeit zu feiern.
Mit geschmückten Boller- und Kinderwagen sowie einem festlichen Traktor ging es bis zum katholischen Pfarramt St. Maximilian. Startpunkt war die Harkortgrundschule, die den Umzug ausgerichtet und finanziert hatte.
Viele Passanten säumten den rund 600 Meter langen Weg oder sahen vom Fenster aus zu. Viele warfen Süßigkeiten in die Menge. „Bisher war aber noch nichts Leckeres dabei“, beschwerte sich Lasse Riedel (5). Vielleicht hatte dem zukünftigen Harkortschüler die Tüte Bonbons vom Umzug am Vortag den Appetit verdorben. Als es allerdings später auf dem Kirchenvorplatz Konfetti und Naschereien regnete, war er - nicht umsonst als Rennwagenfahrer verkleidet - kaum mehr zu bremsen. Mutter Katja (40) hatte sichtlich Mühe, da noch hinterher zu kommen.
Für gute Stimmung sorgte eine Trommel- und Bläsergruppe der evangelischen Kirchengemeinde. Einer der jungen Musiker war Mark Müller (11). Verkleidet als Sams, trommelte er zusammen mit vielen anderen fetzige Sambarhythmen. Die Eltern des Viertklässlers, Gesa (43) und Michael (46), waren begeistert vom Umzug. „Es sind noch viel mehr Leute gekommen als im letzten Jahr.“ Vielleicht wegen des schönen Wetters.
Aber auch die Sperrung des Straßenabschnitts, gegen die sich die Bogestra zunächst geweigert hatte, war ein Grund. „So ist es sicherer für die Kinder und sie und ihre Eltern können ganz sorglos feiern“, meint Ordnerin Pia Stumpf (22), die im Kinderzentum der Harkortschule arbeitet.
Für die Verkehrssicherheit sorgten außerdem Polizisten und Feuerwehr. Aber zum Glück nur die großen. Die kleinen Einsatzkräfte, wie Feuerwehrmann Morice, durften sich natürlich aufs Feiern konzentrieren. Auch wenn der müde Dreijährige sich erst von Mamas Feierstimmung anstecken lassen musste. „Wir sind eigentlich riesige Karnevalfans“, strahlte Mutter Silke Pries (39) im Kuhkostüm und animierte ihren Sohn mit einer Tanzeinlage. Aber die „Helau“-Rufe würden den beiden Jecken hier noch fehlen.
Etwa 800 Menschen hätten an dem Umzug teilgenommen, schätzt Verkehrspolizist Wolfgang Jonigkeit (60). Er freut sich über die große Anzahl. „Es ist schön zu sehen, was für einen Spaß die Kinder haben.“ Seine Dienstkleidung sei heute übrigens Uniform und Kostüm zugleich. „Ein kleiner Junge hat mich vorhin schon gefragt, ob ich als Polizist verkleidet gehe“, lacht der 60-Jährige.
07:37
Schlechte recherche Frau Riechau.
"Aber auch die Sperrung des Straßenabschnitts, gegen die sich die Bogestra zunächst geweigert hatte"
Warum sollte die Bogestra was gegen eine Sperrung haben?
Die Bogestra fährt dort gar nicht!!!!