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Miethäuser unter dem Förderturm

22.11.2013 | 07:05 Uhr
Auf der Zechenbrache soll bald wieder kräftig geschaufelt werden. Weitere Wohnhäuser und auch eine Tagesklinik sollen errichtet werden.  Archiv
Auf der Zechenbrache soll bald wieder kräftig geschaufelt werden. Weitere Wohnhäuser und auch eine Tagesklinik sollen errichtet werden. Archiv

Oer-erkenschwick.  Die Ruhrkohle Immobilien GmbH rückt zwar noch nicht mit der Sprache heraus, aber ganz offensichtlich ist sie mit der Vermarktung der Fläche des ehemaligen Zechengeländes, auf der ursprünglich finnische Investoren eine Fachklinik für übergewichtige Kinder bauen und betreiben wollten, einen gehörigen Schritt weiter gekommen.

"Wir befinden uns in Verhandlungen und führen gute Gespräche", sagt RAG-Projektleiter Volker Duddek. Und diese "guten Gespräche" werden mit einem Unternehmen aus Österreich geführt.
Dieses Unternehmen ist ebenfalls in der Gesundheitsbranche tätig und daran interessiert, am Standort Oer-Erkenschwick in eine Art Tagesklinik-Projekt zu investieren. Derzeit sollen RAG und die Österreicher bereits an der Feinplanung arbeiten. Noch im Dezember sollen die Verträge unterschriftsreif sein.
Damit wären dann auch die letzten 18 000 Quadratmeter entlang der Stimbergstraße zwischen Ewaldkreisel und dem "Ziegeleitor" vergeben.
Auf dem übrigen Gelände entstehen Mietwohnungen und Wohnhäuser. An der Ewaldstraße sind zwei Bauten bereits weit gediehen. Dort errichten die Unternehmerfamilien Blasey und Reimann barrierefreien Wohnraum. Im weiteren Verlauf der Ewaldstraße bis zum Lichthof der früheren Zechen will der Verein "Lebenshilfe" ein integratives Wohnprojekt realisieren. Dafür sind die Investoren bereits gefunden, Anfang Dezember sollen die Verträge besiegelt werden. Mit einem Baubeginn wird allerdings nicht vor Mitte nächsten Jahres gerechnet, weil noch Zuschüsse vom Staat beantragt werden.
Der Einfamilienhaus-Bau ist scheinbar ins Stocken gekommen. Aber: Zwei Wohnhäuser sind bereits fertig. Die Bodenplatte für ein drittes Gebäude ist bereits eingebracht. Das Haus entsteht in Fertigbauweise dann innerhalb von zwei Tagen. "Insgesamt haben wir rund 70 Prozent des Baugeländes bereits vermarktet", erläutert RAG-Projektleiter Volker Duddek.
Mittlerweile hat sich auch ein Investor gefunden, der auf einem Teilstück der Zechenbrache Einfamilienhäuser errichten will, die später vermietet werden sollen.

Von Jörg Müller

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