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Gesundheit

Messe macht Lust auf ein bewussteres Leben

30.03.2011 | 17:07 Uhr
Messe macht Lust auf ein bewussteres Leben
Foto: H.W. Rieck

Oer-Erkenschwick.Ein ganzes Wochenende steht ganz im Zeichen von Wellness und Gesundheit.

Den ganzen Tag im Bürostuhl gesessen, mittags den Hunger fix mit Currywurst und Pommes gestillt, abends erschöpft das heimische Sofa mit Chips vollgekrümelt und nichts als den Zeigefinger auf der Fernbedienung bewegt: Im Alltag kommt vieles zu kurz, nicht zuletzt die Gesundheit. Auch deshalb lädt die Stadt Oer-Erkenschwick am Sonntag, 3. April, zur 6. Gesundheits - und Wellnessmesse.

Einen Tag lang können Interessierte in der Stimberghalle mit allen Sinnen auf Entdeckungstour gehen: Es gibt Wohlfühlmöbel zum Anschauen und Probeliegen. Badepralinen und Naturseifen für zarte Näschen, eine Weinverkostung für Gourmets, Energieschmuck, der den Körper wieder ins Gleichgewicht bringt und Leckerleichtes wie den Nudel-Scampi-Teller. Wer hier und heute beschließt ein bewussteres, gesünderes Leben zu führen, hat die Möglichkeit, das Gespräch mit zahllosen Experten zu suchen: Etwa Heilpraktiker, Versicherungsfachleute, Pharmazeuten, Sportler, Mediziner. Zwischen 11 und 11.30 Uhr und 15 und 15.30 Uhr gibt’s Vorträge zum Thema „Gesund und schlank – so aktiviere ich den Stoffwechsel“. Außerdem ha­ben Interessierte die Möglichkeit, vor Ort Elektro-Fahrräder oder Heimtrainer auszuprobieren, einen Sehtest zu machen oder mit den Kleinen an der Familienrallye teilzunehmen.

Auch das Institut für angewandte Telemedizin (IFAT) des Herz- und Diabeteszentrums NRW wird mit von der Partie sein. Seit über einem halben Jahr betreuen die Experten das Projekt „Eine Stadt will schlanker werden“, das mittlerweile Halbzeit feierte. „Wir hatten Anfangs tatsächlich hundert Leute, die fasziniert waren von der Idee und teilnehmen wollten, davon sind nun noch 35 übrig geblieben“, erzählt Leiter Prof. Dr. Heinrich Körtke.

Vor allem die Tatsache, dass die monatlich anfallenden Kosten von 20 Euro nicht von den Krankenkassen getragen werden, habe laut Dr. Körtke dazu beitragen, dass viele das Projekt vorzeitig abbrachen. „Für einige sind 20 Euro im Monat eine hohe finanzielle Belastung.“ Das IFAT will deshalb künftig enger mit den Kassen zusammenarbeiten.

Diejenigen aber, die durchgehalten haben, können nach sechs Monaten Er­folge verzeichnen. Um das frisch verlorene Gewicht auch zu halten, werden sie nach der aktiven Phase weitere sechs Monate betreut. „Eine Stadt will schlanker werden“ ist in dieser Form ein Pilotprojekt: „Das erste weltweit“, erklärt Dr. Körtke, dessen Engagement auch auf dem Willen beruht, neues Gesundheitsbewusstsein zu etablieren.

Gleiches gilt für die Gesundheits- und Wellness-Messe; damit das Leben nicht mehr nur aus Bürostuhl, Chips und Fernsehen besteht.

Katharina Müller

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