Was wirklich hilft
04.02.2009 | 17:46 Uhr 2009-02-04T17:46:00+0100Von Glucosaminen bis zur Magnetfeld-Therapie: Bei der zweiten Auflage des WAZ-Medizinforums über Arthrose in der Marler Paracelsus-Klinik stellten die Besucher viele Fragen zu den Behandlungsmöglichkeiten
Marl. „Arthrose macht mobil”: So lautete das Fazit des WAZ-Medizinforums über die „Behandlungsmöglichkeiten von Hüft- und Kniegelenk-Arthrose” vor zwei Wochen, und so war es auch bei der zweiten Auflage am Dienstagabend.
Wieder hatten gut 150 Interessierte den Weg in die Kapelle der Paracelsus-Klinik gefunden, um sich zu informieren rund um die Verschleiß-Erkrankung des Gelenkknorpels. Und Dr. Lars-Christoph Linke, Chefarzt der Orthopädie im Hause, Anne Schulte-Steinberg, Leitende Oberärztin, sowie Dr. Daniel Bücheler, Chefarzt der Reha-Klinik am Berger See (Gelsenkirchen), standen ihnen Rede und Antwort. Beispiele? Bitte sehr:
Es gibt mehrere hundert verschiedene Modelle künstlicher Gelenke. Habe ich als Kassenpatient die freie Auswahl?
Linke: „Grundsätzlich gibt es hier keine Einschränkungen. An der Paracelsus-Klinik allerdings setzen wir auf bewährte Modelle, die über einen Zeitraum von zehn, 15 Jahren noch bei 90 bis 95 Prozent der Patienten halten.”
Hat ein Verzicht auf tieri-sche Einweiße positive Auswirkungen auf Arthrose?
Bücheler: „Durch Ernährung an sich lässt sich Arthrose nicht vorbeugen. Aber: Übergewicht ist ein Negativfaktor.”
Helfen Glucosamine bei Arthrose?
Schulte-Steinberg: „Glucosamin ist ein Bestandteil des Knorpels und der Gelenkflüssigkeit. Industriell hergestellt, wird er als Nahrungsergänzungsmittel bei Kniearthrose eingenommen, um die Gleitfunktion des Gelenks zu verbessern. Das ist wissenschaftlich nicht klar bewiesen, aber man kann's probieren. Zumal die Tabletten nicht teuer sind.”
Kann eine Magnetfeld-Therapie Arthrose(schmerzen) günstig beeinflussen?
Schulte-Steinberg: „Klar bewiesen ist es nicht, es funktioniert aber mitunter erstaunlich gut. Aber: Die Kosten müsste der Patient selbst bezahlen.”
Wie kann ich in der Paracelsus-Klinik behandelt werden?
Linke: „Mit einer Überweisung durch einen Orthopäden, Neurologen oder Chirurgen. Oder aber einer Einweisung durch den Hausarzt; in diesem Falle müssten Patienten ein aktuelles Röntgenbild mit in die Sprechstunde bringen.”
So geht es weiter
Die Reihe der WAZ-Medizinforen in Kooperation mit dem Klinikum Vest wird am 10. März, 18.30 Uhr, fortgesetzt. In der Paracelsus-Klinik Marl, Lipper Weg 11, geht's dann um Darmerkrankungen (Eintritt frei). Moderator ist wieder Thomas Schmitt, Leiter der WAZ-Redaktion „Unser Vest”.
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