Masterplan des Kreises
30.05.2012 | 18:13 Uhr 2012-05-30T18:13:00+0200
Recklinghausen. Gut vier Monate wird er auf Eis gelegen haben. Am 18. Juni soll der Haushalt des Kreises für 2012 verabschiedet werden. Im März hatte die Mehrheit dafür votiert, das Zahlenwerk ruhen zu lassen. Abgewartet werden sollte nämlich erst, ob alle Städte des Kreises am Stärkungspakt des Landes teilhaben würden. Das hat Auswirkungen, die sich in den Sanierungsplänen der Städte niederschlagen.
Diese sind erst zum Teil bekannt, Dorsten und Marl etwa haben sie vorgelegt, in Herten sind die Grundzüge dafür schon mit dem Haushalt gelegt worden. Nun muss der Kreis Farbe bekennen. Jene sechs Kommunen, die zum Stärkungspakt I gehören, hatten bereits einen 15-prozentigen Abschlag von der Kreisumlage gefordert. Das wären insgesamt 64 Millionen Euro. Der Standpunkt der Städte: Der Kreis solle im gleichen Maße sparen wie die Kommunen.
Nun soll es ein Maßnahmenpaket des Kreises geben, der seinerseits Sparvorschläge unterbreitet. Die Rede ist von 109 Posten, angefangen von der eingedampften Lösung für die Kreishaus-Sanierung bis hin zum Personalabbau. Nächste Woche will Landrat Cay Süberkrüb sich zum Masterplan äußern. Sparen kann sich der Kreis zumindest eines: mehrere Hunderttausend Euro, die ein Projektsteuerer gekostet hätte, wenn es zu einer großen Sanierung des Kreishauses gekommen wäre.
Sanierung und Abriss
Die Sanierung mehrerer Kollegschulen wird am Donnerstag im Bauausschuss des Kreises debattiert. 8 500 000 Euro sollen bereit gestellt werden, um 2013 das Kuniberg-Kolleg in Recklinghausen zu erneuern. Vorher müssen Teile des Gebäudes gesichert werden. 500 000 Euro müssten bewilligt werden, um 2013 die kreiseigene Liegenschaft am Lehmbecker Pfad in Marl abzureißen. Dort sind Gesundheitsamt und Kreissportbund untergebracht.
11:45
Wichtige Fragen an Bürgermeister Pantförder (CDU) in Recklinghausen
Es ist sehr schön, Bürgermeister Pantförder mit der Kutsche durch Essel fahren zu sehen. Besser wäre es natürlich, wenn die Vize-Bürgermeisterin Christel Dymke neben ihm sitzen würde, da sie eine besondere Affinität zum Schützenwesen dieser Stadt besitzt. Ich würde es begrüßen, wenn Pantförder sich mit größerer Nachhaltigkeit für den Bestand der Don-Bosco-Schule in Speckhorn einsetzen würde. Ich vermisse auch konkrete Vorschläge des Bürgermeisters zu Sparmaßnahmen der Stadt Recklinghausen. Hier ist auch der Kämmerer Christoph Tesche (CDU) angesprochen, der einzig durch starke Präsenz in Schützenzelten in Erscheinung tritt.
Dr. Dr. Joachim Seeger, RE-Nord