Lehrlinge: Es fehlt an Qualität
19.02.2010 | 17:56 Uhr 2010-02-19T17:56:00+0100
Vest. Viele junge Menschen sind den Anforderungen der Ausbildung kaum noch gewachsen. Zahlen stabil
Es gibt wenig, das man nicht noch besser machen könnte. Aber wenn der Ausbildungsmarkt im Vest trotz Wirtschaftskrise stabil bleibt, dann ist das wohl eine relativ gute Nachricht. In Zahlen: 3271 Ausbildungsverträge haben die Kammern und Verbände im Kreis in diesem Jahrgang geschlossen, lediglich zwei weniger als im Vorjahr. Die Agentur für Arbeit berichtet von nur 38 Jugendlichen, die auch in der Nachvermittlung nicht versorgt wurden – insbesondere weil sie sich selbst den Bemühungen der Partner im regionalen Ausbildungskonsens (IHK, Kreishandwerkerschaft, Arbeitsagentur) entzogen haben.
5236 Bewerber haben eine Lehrstelle nachgefragt, ihnen standen 2795 Ausbildungsplätze gegenüber. „Zum Stichtag 30. September 2009 waren 70 junge Leute noch unversorgt. Bis auf die genannten 38 Personen konnten wir sie in einer Lehre oder einer Maßnahme unterbringen”, bilanziert Astrid Neese, Leiterin der Arbeitsagentur.
Schulische oder berufsvorbereitende Warteschleifen sind allerdings dringend nötig, um die Lücke zwischen Nachfrage und Angebot auf dem Ausbildungsmarkt einigermaßen zu schließen. 688 junge Leute traten allein in außerbetriebliche Ausbildung ein. „Damit liegen wir weit über dem Bundesdurchschnitt, auch was den finanziellen Aufwand angeht”, erläutert Martin Peetzen, Bereichsleiter bei der Vestischen Arbeit.
Ein Phänomen gibt allen Partnern im Ausbildungspakt zu denken: „Immer mehr Betriebe klagen darüber, dass die Qualität der Bewerber schlechter geworden ist”, sagen übereinstimmend Dr. Frank Bruxmeier von der Kreishandwerkerschaft und Michael Ifland von der Industrie- und Handelskammer. „Mancher Betrieb ist schon von seinem Einstellungstest abgerückt, weil die Bewerber sonst reihenweise durchfallen”, berichtet Ifland.
Für das Handwerk gelte, so erläutert Bruxmeier, dass die Anforderungen gestiegen sind: „Wer heute Elektroniker lernen will, muss Englisch können, weil viele Betriebsanleitungen gar nicht mehr übersetzt werden.” Trotzdem hätten Jugendliche auch in Zukunft ihre Chance: „Wer sich anstrengt, hat Perspektiven”, versichert Bruxmeier. Und wer ordentliche Kopfnoten mitbringe, könne einen Meister überzeugen, auch wenn die Mathe-Zensur vielleicht nicht gar so berauschend sei.
Alle Partner appellieren an die Schulen im Vest, der Berufsorientierung und -vorbereitung ihrer Schüler noch mehr Aufmerksamkeit zu widmen: „Kfz-Mechaniker gehört immer noch zu den Top-10-Wünschen der Jungen, dabei gibt es diesen Beruf längst nicht mehr”, schildert Frank Bruxmeier als Beleg.
Auszubilden lohne sich für die Betriebe in jedem Fall. Astrid Neese: „Die Zahl der Bewerber nimmt in den kommenden Jahren stark ab. Wer Fachkräfte braucht, muss sich rechtzeitig um seinen Berufsnachwuchs kümmern.”
10:01
Zu Kommentar 4)
Herr Dominik Gad, Sie meinen sicher die Zeit der industriellen Revolution im1800 Jahrhundert.
Laut Gerd Schröder:
Wenn wir es nicht schaffen der Jugend ausreichend Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen, sind wir es nicht Wert widergewählt zu werden.
WUNSCH ERFÜLLT !!!!!!!!!!!!!!!!!!
23:43
wenns es nur so einfach wäre... dass sind nur Stammtischparlolen hier. Die Jugendlichen müßen so lange in die Schule gehen, da der Arbeitsmarkt keine pauschale Arbeitsgarantie mehr geben kann. Perspektivlosigkeit ist ja auch nicht nur bei jungen Menschen die Devise, man kann die 50er doch nicht mit heute vergleichen...
Maschinen haben unsere Arbeit erleichtert und erledigen diese eben effektiver wie auch wirtschaftlicher, sodass die Arbeitskraft des Menschen nicht mehr für diese Tätigkeit gebraucht wird und wegfällt. Man kann über das wie diskutieren, aber nicht so... nach meiner SUBJEKTIVEN Meinung nach...
solche Kommentare lesen zu müssen, regt mich immer auf -nicht wegen den Leuten die Sie schreiben- weil diese Einstellung/Denkweise leider zur alltäglichen Herangehensweise an Probleme der Gesellschaft geworden ist... also bitte nicht persönlich nehmen.
20:10
Dan ist das Problem ja erkannt!!!
WAS NUN ?????
19:23
Die lernen dort zwei bis drei Fremdsprachen, lernen philosophieren und diskutieren, lernen wie man Google benutzt um die Hausaufgaben zu machen, lernen wie man geklaute Filme und Musikstücke tauscht, wie man mobbt ohne aufzufallen, dafür lernen die nicht mehr schwimmen, denn es gibt keine Schwimmbäder mehr, lernen keine handwerklichen Fähigkeiten, dafür aber, daß man ihre billige Arbeitskraft misbraucht, wenn man ihnen den Besen in der Werkstatt in die Hand drückt, lernen zum Arzt zu rennen, wenn mal das Kreuz wehtut, weil sie mehr als 15 Minuten stehen müssen, lernen alles Mögliche und Unmögliche.
Nur nicht:
Respekt, Manieren, Durchhaltewillen, Ordnung und den Blick fürs Wesentliche.
18:21
Wie kann die Qualität gefallen sein?
Wir im Jahrgang 1951 sind nur 8 Jahre zur Schule gegangen und hatten alle Arbeit
UND HEUTE
sitzen Sie 12 Jahre in der Schule.
WAS MACHEN DIE DA ??????????