Kunterbunt "Niemals Gewalt"
19.10.2007 | 19:10 Uhr 2007-10-19T19:10:37+0200Die Decke des Waltroper Rathauses zieren neuerdings buntbemalte Stiefel. Die Gemeinschaftsarbeit von Grundschülern und der Künstlerin Ulla Zymner ist eine "Hommage an Astrid Lindgren"
Waltrop. Bei der Ausstellungseröffnung "Hommage an Astrid Lindgren" verwandelt sich das Waltroper Rathaus in die reinste Villa Kunterbunt. Buntbemalte Stiefel hängen von der Decke, großformatige Kinderbilder verdecken die hellgelben Rathauswände und eine bunt gewürfelte Menge lachender Kinder, glücklicher Eltern und Lehrer drängt sich im Treppenhaus.
Ursprung zu der Gemeinschaftsarbeit von Kindern und der Olfener Künstlerin Ulla Zymner war die Teilnahme der Viertklässler der August-Hermann-Francke-Schule am Zeus-Kid-Projekt von WAZ und Journalistenschule Ruhr.
Marianne Wierbach, Klassenlehrerin der 4 b der Wal-troper Grundschule, hatte mit ihren SchülerInnen im Rahmen des medienpädagogischen Projektes, das Kindern die (Tages-)Zeitung näher bringen will, eine Zeitungstitelseite zum Thema "Astrid Lindgren" gestaltet.
Anlässlich des 100. Geburtstages der schwedischen Schriftstellerin am 14. November 2007 interviewten die neun- bis zehnjährigen Schülerinnen und Schüler für "ihre" Zeitungsseite unter anderem Mitarbeiter des Rathauses rund um Astrid Lindgren.
Zudem gewann Marianne Wierbach die befreundete Olfener Künstlerin Ulla Zymner für das Kunstprojekt mit ihren Schülern. Zymner hatte dabei die zündende Idee, alte ausgediente Militärstiefel zusammen mit den Kids strahlend bunt anzumalen und ihnen damit eine ganz andere Bestimmung zu geben. "Dann entwickelte sich das Projekt von einem Schneeball zu einer Riesenlawine", erinnert sich Ulla Zymner lachend. Ehemann und Fotograf Eugen Zymner begleitete die Kinder fotografisch bei ihrer Arbeit und gestaltete große Porträt-Aufnahmen der kleinen Künstler.
Waltrops Bürgermeisterin Anne Heck-Guthe schließlich lud jetzt zur Ausstellung ins Rathaus, wo die Ergebnisse des Kunstprojektes zu sehen sind. Schulleiterin Christina Ständer dankte bei der Eröffnung allen Beteiligten für die gelungenen Arbeiten. Die Ausstellung ist noch bis Mitte November im Rathaus Waltrop, Münsterstr. 1, während der Öffnungszeiten zu sehen.. . . diesen Titel trägt eine eher unbekannte Geschichte der Lindgren. Sie handelt von einer Mutter, die ihr Kind mit dem Stock prügeln will. Erst als das Kind ihr einen Stein hinhält und sagt: "Dann kannst Du mich gleich steinigen!", wird ihr bewusst, was Schlimmes sie vorhatte. Der Stein auf der Fensterbank dient ihr fortan als Mahnung zur Gewaltlosigkeit. Eine ähnliche Symbolik wollten die Grundschüler den buntbemalten Militärstiefeln geben.
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