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Kunst trifft Schulalltag

25.10.2011 | 18:18 Uhr
Kunst trifft Schulalltag
Auf geht’s: Kulturagentin Ariane schön (l.) mit Renate Tellgmann (h.l.), Kunstlehrerin Ursula Zacher (h.m.), Thomas Aehlig, Sabine Weißenberg vom Kulturbüro und Schülern der Gesamtschule.

Herten.Ihr Name ist Schön, Ariane Schön. Die Dame ist zwar nicht in geheimer Mission unterwegs, hat auch keine 00-Kennung und keine außergewöhnlichen Lizenzen – Agentin aber ist sie dennoch, und zwar Kulturagentin.

Was Ariane Schön genau tut, bekommen ab sofort vor allem die Schüler der Rosa-Parks-Schule mit und auch hautnah zu spüren. Gangster jagen oder geschüttelte, nicht gerührte Martinis schlürfen, das tun andere, Ariane Schön entwickelt kulturelle Bildung, fördert das kreative Denken und baut langfristige Kooperationen auf.

Das Modellprogramm „Kulturagenten für kreative Schulen“ geht in fünf Bundesländern zurück auf eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes und der Stiftung Mercator. Ariane Schön ist eine von 46 Agenten, die insgesamt 138 Schulen „kulturell auf die Sprünge“ helfen und zu kreativen Orten mit kulturellen Angeboten machen sollen. Ein Agent betreut drei Schulen, zum Hertener Netzwerk gehören auch die Realschule Herne-Crange sowie die Gesamtschule in DorstenWulfen.

Ariane Schön: „Zunächst geht es darum, einmal zu sehen, welche Wünsche und Ideen es an der Schule gibt, wo Potenziale liegen und welche Ressourcen es gibt.“

Das Potenzial ist vorhanden, sind sich der stellvertretende Schulleiter Thomas Aehlig und seine Kolleginnen Ursula Zacher (Kunst) und Renate Tellgmann sehr sicher. Aehlig: „Die Schwerpunkte Kunst und Kultur sind bei uns im Grunde kein neues Thema. Wir haben entsprechende Profilklassen, den Kunstleistungskurs in der Oberstufe und auch ein eigenes Kunstatelier.“

Auf dem Weg, diese Basis auszubauen, kommt jemand wie Ariane Schön wie gerufen: „Wir sind sehr stolz, dass der Kulturbereich nun durch eine Kulturagentin verstärkt wird und sich möglicherweise noch neue Perspektiven eröffnen.“

Ariane Schön betont, dass es sich dabei um einen offenen Entwicklungsprozess handelt. Zunächst wolle man Strukturen schaffen und Kooperationen zu lokalen Künstlern und Kultureinrichtungen festigen. „Denkbar ist auch, weitere Kunstarten in den Unterricht einfließen zu lassen und Kunst mehr als festen Bestandteil des Schulalltags zu integrieren“, sagt sie. Darüber hinaus wäre es toll, „wenn sich andere Schulen, gerne auch interkommunal, von den Ideen begeistern lassen würden“.

Dass sich Schulen „über den Tellerrand hinaus vernetzen“ wünscht sich auch Hertens Fachbereichsleiter für Bildung, Kultur und Sport, Ulli Stromberg. „Bildung muss auf lange Sicht kommunal begleitet und gestärkt werden. Ein Ziel: Synergieeffekte mit anderen Bildungseinrichtungen zu erzielen.“ Vom Ideenaustausch bis zur aktiven Zusammenarbeit, alles sei denkbar.

Für ihren neuesten Job kann Ariane Schön übrigens aus einem großen Erfahrungsschatz schöpfen. Sie arbeitete bereits an verschiedenen Orten als Theaterpädagogin, Dramaturgin, Journalistin und Projektorganisatorin.

Natürlich macht die Kulturagentin an der Hertener Gesamtschule keinen „Alleingang“. Kunstlehrerin Ursula Zacher wird zur „Kulturbeauftragten“ der Rosa-Parks-Schule und somit zu ihrer direkten Ansprechpartnerin. Außerdem soll eine Steuerungsgruppe im Kollegium alsbald dafür sorgen, dass das Programm auch in möglichst alle Schulbereiche getragen wird.

Mehr Informationen gibt’s im Internet unter: www.kulturagenten-programm.de oder www.stiftung-mercator.de oder auch www.kulturstiftung-bund.de

Norbert Ahmann

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