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Kümmern ist Bürgerpflicht

15.02.2010 | 16:28 Uhr
Kümmern ist Bürgerpflicht

Recklinghausen. Die Recklinghäuser Werbegemeinschaft wird 25 Jahre alt und ist jetzt in einem eigenen City-Büro erreichbar

Recklinghausen. Wenn die Altstadt blüht und die Weingläser klirren, wenn manch einer zu Gast in Recklinghausen ist oder kleine Ritter und Prinzessinen durch die Gassen flanieren, dann hat ganz sicher die Werbegemeinschaft ihre Finger im Spiel. Seit 25 Jahren hegen und pflegen die Mitglieder das Image der Heimat. Künftig sind sie mit einem eigenen Büro in der Innenstadt vertreten: Breite Straße 29.

Auch deshalb herrscht momentan rege Betriebsamkeit in den neuen Räumen der Agentur Odesign, wo auch die Werbegemeinschaft von nun an ein Zuhause findet: „Mit unserem Umzug in die Innenstadt bot es sich einfach an, hier auch eine Anlaufstelle der Werbegemeinschaft zu schaffen”, erklärt Agentur-Chef Oliver Kelch, der sich gleichzeitig um die Öffentlichkeitsarbeit der Recklinghäuser Werbegemeinschaft kümmert. Der Schritt macht Sinn, schließlich hatten in der Vergangenheit schon allzu oft Bürger wie Mitglieder den schnellen Weg zur Werbegemeinschaft gesucht. „Aber es gab immer nur ein Postfach”, erklärt Kelch.

Doch jetzt wird alles anders: „Die Leute können einfach klingeln, Fragen stellen oder ihre Sorgen loswerden”, freut sich der Vorsitzende Thomas Baule. „Einen Brief oder eine Email zu schreiben, ist ja immer auch mit Aufwand verbunden, außerdem ist uns der Augenkontakt, die menschliche Komponente wichtig.”

Den Bürgern offensichtlich auch, denn so manch einer hat den Weg ins neue Büro bereits gefunden: „Wir hatten schon Leute hier, die nach Stadtfesten, dem neuen Veranstaltungskalender oder Öffnungszeiten gefragt haben”, erzählt Kelch, hocherfreut.

So kann die Werbegemeinschaft nun mit Feuereifer ins neue Jahr starten. Altbewährte Stadtfeste dürfen da selbstverständlich nicht fehlen, und nach dem Erfolg des Prinzessinentages im vergangenen Jahr soll diesmal ein Märchentag folgen; wie gehabt mit vielen kreativen Spielständen in der gesamten Innenstadt.

Doch zuvor wird es ernst: Die unzähligen Winterschäden auf Recklinghausens Straßen bereiten auch den Händlern Kopfzerbrechen. „Wir haben noch diesen Monat einen Termin im Rathaus und würden uns wünschen, Informationen darüber zu bekommen, wann wo welche Baustelle sein wird, um entsprechend reagieren zu können”, erklärt Thomas Baule.

Händler wollen das

Image aufpolieren

Seit jeher hat sich die Werbegemeinschaft das Wohl Recklinghausens auf die Fahnen geschrieben und organisiert den Großteil aller öffentlichen Veranstaltungen: „Händler haben natürlich ein Interesse daran, den Namen der Stadt auch nach außen zu tragen. Wir wollen das Image aufpolieren, Recklinghausen interessant machen”, erläutert der 48-jährige Vorsitzende, im Hauptberuf Karstadt-Geschäftsführer. „Das gilt genauso für Ärzte, Anwälte und Immobilienbesitzer. Im Grunde ist jeder Bürger gefragt.”

Katharina Müller

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