Kleine Schäden, großer Ärger
17.07.2008 | 18:01 Uhr 2008-07-17T18:01:00+0200
Weil der Verwalter von Mietwohnungen an der Marler Ostpreußenstraße dreimal wechselte, blieb vieles liegen. Die Stadt kann kaum helfen. Der Eigentümer hat seinen Firmensitz auf Gibraltar und auf Guernsey
Marl. Die Fassade ist zum Teil abgerissen, Wasserschäden nerven, die Heizung ist nur notdürftig geflickt, die Außenanlagen sind heruntergekommen. Die Bewohner der Ostpreußenstraße sind mit den Nerven fertig. Sie haben am Telefon geschimpft und die Bürgermeisterin eingeschaltet. Doch es passiert nichts. Und so soll es erst einmal bleiben, erklärt die Atera-Hausverwaltung. Sie sei überfordert, 2008 könne nur mit dem Nötigsten gerechnet werden.
„Ich habe eine Heizung, die nur mit einer Zwinge zusammengehalten werden kann. Da sagt der Verwalter: Na, die funktioniert doch, was wollen Sie denn? Wir fühlen und richtiggehend verarscht. Wenn man beim Verwalter anruft, ist entweder keiner da oder man wird abgebügelt. Briefe werden nicht beantwortet, aber die Miete wird fleißig abgebucht. Und das Wohnumfeld wird immer schlimmer.” So schildert einer der rund 170 Mieter in der Ostpreußenstraße seine Erfahrungen.
Atera-Prokurist Klaus Vas nickt: So ist es. Die Hausverwaltung ist seit April 2008 mit der Marler Anlage befasst, die dritte in kurzer Folge. Er muss mit seinen Mitarbeitern aufarbeiten, was sich über Jahre an Fehlern und Mängel aufgehäuft hat.
Die Folge: Atera in Dortmund ist dem Telefon-Ansturm nicht gewachsen, die Mitarbeiter kommen bei den unzähligen Anrufen nicht nach. Anrufe enden in einer automatischen Ansage, die Klingel am schlichten Dortmunder Büro ist abgestellt.
Denn Marl ist nicht die einzige Problem-Ecke. In Gladbeck protestierten 220 Mieter, in Dortmund gab es Ärger, in Hattingen kümmerte sich keiner um die Bewohner. Insgesamt sind es rund 2600 Wohnungen die Atera jetzt für Terra Heimbau verwaltet.
Terra Heimbau hat zwar ein Büro in Frankfurt, aber ihren Firmensitz auf Gibraltar und auf Guernsey. Es sind Firmen nach britischem Recht mit den Zusätzen „Eins”, „Zwei” und „407”. Diese Firmen gehören der Arazim Investments Ltd. mit Sitz in Ramat Gen (Israel). Arazim-Chef Meir Gorvitz wurde in seiner Heimat zum „effektivsten Manager 2007” gewählt., seine Firma musste aber Ende Februar 2008 wegen massiver Verluste eine Gewinnwarnung herausgeben.
Von Heinz-Dieter Schäfer
Eigentum verpflichtet. Nur scheinen manche Immobilienkonzerne das nicht ernst zu nehmen. Ein Grund mehr, die Verkäufe von stadt- und landeseigenen Wohnungen kritisch zu begleiten. Wenn die Besitzer gewechselt haben, kann es vorbei sein mit einer Verwaltung, die hin zu den Menschen orientiert ist. Daher müssen die Politiker, die den Ausverkauf beschlossen haben, dafür sorgen, dass Mieter nicht zum Freiwild werden.
Dazu passt, dass seine Unter-Firmen „Terra Heimbau” seit kurzem ebenfalls massiv auf der Kostenbremse stehen. Die beiden Vor-Verwalter Curanis und IAM hatten kassiert und nichts getan, so die Erklärung. Die Konsequenzen haben die Mieter zu tragen. Alles was repariert werden muss, wird erst einmal vom Eigentümer gründlich geprüft, dann erst erfolgt die Freigabe. Außerdem sei so viel zu tun, dass man frühestens 2009 an ein geordnetes Abarbeiten denken könne, so Prokurist Klaus Vas.
Hilflos haben sich die Bewohner der Ostpreußenstraße an die Bürgermeisterin gewandt, die in einem Brief den Verwalter aufforderte, sich um die Mängel zu kümmern. Mehr könne man nicht tun, so die Auskunft des Rathauses. In Gladbeck hatte der SPD-Landtagsabgeordnete Wolfgang Röken Druck gemacht und in einer Anfrage an die Landesregierung nach Schwarzen Schafen und der Sozialpflichtigkeit von Eigentum gefragt.
Das werde den Eigentümer nicht beeindrucken, meint der Verwalter. Er lasse sich nicht unter Druck setzen. Das Schreiben der Bürgermeisterin würde bei ihnen landen. Wenn sie ordentlich eingeladen würden, kämen sie auch zu einem Gespräch mit den Mietern.
Was aber nicht dazu führt, dass die Mängel schneller behoben würden. Zurzeit sei man in Dortmund angefangen, von Marl sei noch gar keine Rede.
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00:00
Nach über einem Jahr frag ich mal nach. Weiß jemand was aus dieser zweifelhaften I.A.M. Group und ihrem Geschäftsführer geworden ist?. Wäre mal interessant.
14:30
Fakt ist, Die früheren Immobilienverwalter haben nichts unversucht gelasssen, sich am Besitzer der Immobilien und damit auch an den Mietern zu bereichern so gesprochen von einem der führenden Köpfe der jetzigen Verwaltung. Nachzulesen bei Emsdettener Volkszeitung.de. Artikel vom 7.Juli 2008.
Den Grund für die Rückgabe des Auftrages hätte man vielleicht im vorhinein den Mietern mitteilen sollen und nicht in diesem Forum darlegen.Sie haben,sehr suspekt und quasi über Nacht,das Büro leer gemacht und verlassen. Können Sie sich vorstellen welchen Eindruck Sie bei Mietern oder zukünftigen Mietern hinterlassen haben die zb. Ihr Büro aufsuchen wollten?, ..und nichts war mehr da. Aber das ist halt Ihre Firmenpolitik. Sie kommen eines Tages nach Wild-west Manier mit jeder Menge Man-Power in ein Wohnhaus.Sanieren zig Wohnungen. Es wird den ganzen Tag gehämmert, gebohrt, Staub verursacht,....und keiner der Mieter weiß was üerhaupt in Ihren Haus abgeht. Und mitten in der Phase fällt Ihnen ein, sie können das alles garnicht bezahlen?....Lassen alles liegen und stehen?..unfertige Wohnungen?...Mein lieber Herr S. wem wollen Sie denn solche Storrys erzählen?
Ich denke mal als guter Immobilienfachwirt klärt man die Finazfrage doch vorher. Ich hoffe mal Ihr noch junges Unternehmen existiert noch. Die Website ist jedenfalls seit Wochen nicht mehr zu erreichen,bzw, sie wird gewartet. Man könnte noch mehr negativ Beispiele anführen. Das soll aber an dieser Stelle genügen. I.A.M. ist Geschichichte, zumindest hier. Wir wünschen allen Mitarbeitern der I.A.M für die Zukunft alles Gute.
Mit freundlichen Grüßen.
Dr.House
00:20
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00:06
Als Geschäftsführer der I.A.M muss ich mich gegen die Vorwürfe gegenüber unserer Firma wehren.
Fakt ist, dass die I.A.M-Group den Auftrag zum 28.02.2008 zurückgegeben hat.
Grund für die Rückgabe des Auftrages, ist u.E. die nicht ordnungsgemäße Bezahlung der Verwalter,- Instandthaltungs- und Sanierungsarbeiten.
Wir konnten uns als noch junges Unternehmen im Bereich Immobilienwirtschaft, eine Vorfinanzierung im 6 stelligen Bereich nicht leisten.
Die I.A.M-Group, mit dem Team in der Echeloh 39 (Frau Springefeld und Frau Koch) haben in den 2 Monaten wirklich alles versucht, die Mieter zufrieden zu stellen.
Wir haben rund 500 Reparaturarbeiten durch eigene Mitarbeiter ausführen lassen.
Wir wünschen allen Mietern der Terra Heimbau Zwei und 407 für die Zukunft alles Gute.
Sollten Sie noch Probleme haben, können Sie mir kurz eine Mail schicken, ich werde versuchen, Ihnen weiter zu helfen.
Mit freundlichen Grüßen
Michael Sommer
Immobilienfachwirt
-Geschäftsführer I.A.M. Group.
21:24
Ostpreussenstr. ist nicht das Ende der Fahnenstange...Elsa-Braendstroemstr.wird genauso herunter gewirtschaftet!Dank Griffin Rhein Ruhr und dem Verwalter Curanis die auch nur abkassieren und nichts für die Mieter tun!
01:38
Zur vervollständigung: Die Firma Atera hat in Dortmund nicht eine Klingel abgestellt, die haben gar keine. Die haben die vorigen Heuschrecken I.A.M. mitgenommen als sie fluchtartig ihr Büro räumen mussten. Diese Gerschichte Terra Heimbau, Curanis, I.A.M,,Atera ist wirklich ein fall fürs Sommerloch bei RTL SAT1 und so weiter.