„Kitas und Schulen schließen“
10.02.2012 | 18:09 Uhr 2012-02-10T18:09:00+0100Datteln.Die Stadt wird ihr Gesicht verändern, da sind sich die Stadtplaner und Zukunftsforscher sicher. Die Gründe dafür sind facettenreich, vom demografischen Wandel bis zu neuen Wohnbedürfnissen.
Doch das Interesse an der zukünftigen Stadtplanung südlich des Mühlenbachs ist eher gering, nur 18 Bürger kamen am Donnerstagabend zum Haus Diekmann. „Das Interesse der Bürger ist immer gering“, sagt der von der Verwaltung beauftragte Experte Michael Ahn, doch, so meint er, gibt man sich in Datteln deutlich mehr Zeit für die Bürger als in anderen Städten.
Der Weg der Planung für den Süden ist wie für die ganze Stadt für die Experten eindeutig. „Wenn irgendwer kommt und sagt, ich brauche ein neues Baugebiet – da sage ich Quatsch!“, so bringt der Stadtplaner Michael Ahn auf den Punkt, dass es genug Flächen zum Leben in der Stadt gibt. Dabei darf man nicht aus den Augen verlieren, dass durch Überbauungen und Umgestaltung die vorhandenen Flächen auch in der Zukunft ein lebenswerter Raum sind.
Das Leben wird in Zukunft zwar noch in Datteln spielen, das seine Einwohnerzahl fast hält, doch in der Innenstadt gibt es eine Zentralisierung. Angst um Schulen und Kindergärten in Meckinghoven und Dümmersiedlung haben die Bewohner zu Recht, wie der Stadtentwickler mit klaren Worten zu verstehen gibt.
„Kitas und Schulen werden in den nächsten 20 Jahren geschlossen – fertig.“ Von großem Interesse im Süden sind die Freiflächen von Ruhrzink und die Fläche des „alten“ Kraftwerks. Dort soll sich neben Kleingewerbe und Handel aber keine neue Industrie ansiedeln. Auch enthält der sehr grobe Plan viele Grünzüge auf der Seite zum Dortmund-Ems-Kanal, die unter anderem von der Castroper Straße einen Blick über die Stadtgrenze in den Schleusenpark geben sollen. Dass die Stadtverwaltung ihren neuen Flächennutzungsplan mit den Bürgern gestalten will, ist ein Prozess, der seit dem Spätsommer läuft und jetzt in die erste von zwei Regional-Informationen gemündet ist.
0mitdiskutieren