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Am Ende der Woche

Ist der Ruf erst ruiniert . . .

10.02.2012 | 17:48 Uhr
Ist der Ruf erst ruiniert . . .
Gangster-Treffen.

Es werden noch ein paar Tage ins Land gehen, dann präsentiert Polizeipräsidentin Dr. Katharina Giere den Kriminalitätsbericht 2011 für ihren Zuständigkeitsbereich, den Kreis Recklinghausen plus Bottrop. In Marl warten immer mehr Menschen gespannt auf die Ergebnisse dieses statistischen Werks. In ihrer Wahrnehmung hat nämlich zumindest die Zahl der schwerwiegenden Delikte, der bewaffneten Überfälle vor allem auf Geschäfte, zugenommen.

Auch im neuen Jahr hat es bereits wieder einige spektakuläre Fälle gegeben.

6. Februar: Drei maskierte Männer betreten eine Lottostelle auf der Spechtstraße und bedrohen die 44-jährige Inhaberin mit einer Schusswaffe.

2. Februar: Ein unbekannter Mann betritt einen Drogeriemarkt auf der Wacholderstraße und bedroht eine 44-jährige Angestellte mit einem Messer.

24. Januar: Ein Unbekannter überfällt gegen 21.45 Uhr ein Wettbüro auf der Hüls-
straße und bedroht einen Angestellten mit einer Waffe.

14. Januar: Ein bewaffneter Mann überfällt ein Wettbüro auf der Herzlia-Allee.

6. Januar: Drei maskierte Männer überfallen einen Netto-Markt an der Schachtstraße.

Fünf Fälle, die dafür sorgen, dass allmählich der Eindruck entsteht, die Stadt stehe auf der Beliebtheitsskala einschlägiger Kreise auf einem der vorderen Plätze. Welche Schlüsse aus diesen Vorfällen gezogen werden müssen, darf dabei nicht das Ergebnis gedanklicher Schnellschüsse, voreiliger Entscheidungen und populistischer Forderungen sein.

Wohl aber bedarf es einer intensiven Auseinandersetzung damit. Selbst wenn etwa die Zahl der Überfälle nicht oder kaum merklich höher sein würde als in den Vorjahren, so hat doch offenkundig das Sicherheitsgefühlt nicht weniger Marler unter den Ereignissen der vergangenen Wochen und Monaten gelitten. Auch und gerade dann gilt es zu überlegen, was zu tun ist.

Nichts wäre fataler, wenn sich Menschen in ihrer unmittelbaren Umgebung auf Dauer nicht mehr sicher und wohl fühlen würde. Es wäre ihr Schaden, aber auch einer für die gesamte Stadt. Nicht auszudenken, es würde sich über die Kreisgrenzen hinaus ein unterschwelliges Unsicherheitsempfinden zum dauerhaften Bild von einem Angst-Raum entwickeln. Na dann, gute Nacht. Alle: Politik und Polizei, Bürger und Institutionen sind aufgerufen, gegen zu steuern.

Andreas Rorowski

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