Integration wird verschoben
01.07.2010 | 18:06 Uhr 2010-07-01T18:06:00+0200
Haltern am See. Entgegen der Aussage von Schulrat Dieter Voß in der letzten Sitzung des Schulausschusses richtet die Joseph-Hennewig-Hauptschule im Schuljahr 2010/11 keine integrative Klasse ein.
Das hat das Kreisschulamt jetzt der Stadt Haltern mitgeteilt. Ob die integrierte Lerngruppe im Schuljahr 2011/12 kommt, ist ebenfalls mit einem Fragezeichen versehen.
Grund sind die fehlenden Schüler. Zwar hatten Eltern von lernbehinderten Kindern eine Unterschriftenliste für die Integration in der Sekundarstufe I abgegeben, doch stimmen die Anmeldezahlen nicht mit der Absichtserklärung der Eltern überein. Nur ein Schüler ist bislang an der Hauptschule angemeldet worden. Aktuell scheiden sechs Schüler mit Förderbedarf zum Schuljahresende aus der integrativen Klasse der Martin-Luther-Grundschule aus. Drei Schüler wechseln nach den Sommerferien zur Erich-Kästner-Schule in Haltern, ein Schüler geht zur Gesamtschule Wulfen, einer zur Förderschule in Herten. Bei einem Schüler wurde der Integrationsstatus aufgehoben. Dieser geht nun zur Joseph-Hennewig-Hauptschule. Der Erlass des Schulministeriums sagt, dass eine integrative Lerngruppe aus mindestens fünf Kindern bestehen sollte, bestätigt Regierungsschuldirektor Uwe Eisenberg von der Bezirksregierung Münster. 2,5 Stunden Förderunterricht und 0,1 Lehrerstelle je lernbehindertem Schüler erforderten eine Mindestzahl von Schülern. Erst dann mache eine integrierte Lerngruppe Sinn.
Die integrative Klasse soll nun ab Schuljahr 2011/12 eingerichtet werden in der Hoffnung, dass mehr Schüler angemeldet werden. „Die Eltern haben die freie Wahl der Schule. Vielleicht kommen noch Kinder aus der Förderschule oder aus den Nachbarstädten hinzu“, sagt Eisenberg. In der jetzigen integrativen 3. Klasse der Martin-Luther-Schule sind fünf, der in der 2. Klasse vier I-Schüler.
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