Im Osten viel Neues
15.02.2010 | 15:56 Uhr 2010-02-15T15:56:00+0100Marl. „1989 gab es im Osten viel Neues.” Mit diesem Eindruck von seiner ersten Reise nach Riga begann Winfried Nachtwei seinen Vortrag. „Aber nichts deutete auf die Spuren der dort durch Nazis ermordeten Juden hin”, sagte er. 40 Gäste folgten der Einladung des Weltzentrums in den insel-Lesesaal.
Vom Einmarsch der Deutschen Wehrmacht in Lettland, den viele Letten als Befreiung von der sowjetischen Besetzung missverstanden, über die Ermordungswellen der Nazis bis hin zur Befreiung durch die Rote Armee reichte der interessante Bericht des ehemaligen Bundestagsabgeordneten der Grünen. Erst mit Hilfe des Volksbundes wurden die verschütteten Erinnerungen in Riga freigelegt und sichtbar gemacht und vor zehn Jahren das Riga-Komitee gegründet, dem Marl kürzlich beigetreten ist (die WAZ berichtete).
Interessierte können die Ausstellung „Spuren in Riga – Erinnerung der dort ermordeten Juden” noch bis 20. Februar im Inselforum besuchen.
18:21
Befreiung durch die Rote Armee
ist das ein Witz? Oder sind Sie ein Zyniker? Wissen Sie ueberhaupt, was passierte mit Letten nach dieser Befreiung?