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Hirn wird auf zwei Ebenen beleuchtet Teure Investition

06.02.2008 | 21:35 Uhr

Knappschaftskrankenhaus stärkt sein NeuroZentrum mit einer millionenschweren Investition. In Deutschland nur 15 Mal

Recklinghausen. Seit September 2007 komplettiert Werner Weber das NeuroZentrum am Knappschaftskrankenhaus. Der Radiologe und Neuroradiologe arbeitet eng zusammen mit dem Neurochirurgen Dr. Maximilian Puchner und dem Neurologen und Neurophysiologen Prof. Dr. Helmut Buchner, die sich einen für sie entscheidenden Aspekt für ihr Wirken auf die Fahnen geschrieben haben: die interdisziplinäre Teamarbeit.

Das erläuterten sie am Mittwoch an einem praktischen Beispiel: Wenn ein Patient, der plötzlich umgefallen und ins Krankenhaus eingeliefert worden ist, wird dieser von den verschiedenen Spezialisten (mit dem entsprechenden neuen und teuren Geräten) untersucht, bevor im Team entschieden wird, welche Behandlung angezeigt ist. "Wir haben schon sehr positive Erfahrungen gemacht, indem zum Beispiel einer von uns die blutenden Gefäße im Kopf stillt und der nächste anschließend die weitere OP vornimmt", sagt Dr. Puchner. Sein Mitstreiter Prof. Buchner ergänzt: "Ebenso ist es möglich, zu dem Ergebnis zu gelangen, keine OP vorzunehmen, sondern die konservative Behandlung zu bevorzugen."

Mit dazu beitragen wird das Ende des Monats installierte neue Untersuchungsgerät sein, mit dem die Gefäße zweidimensional am Bildschirm sichtbar werden. So können auch die OPs durchgeführt werden, ein Verfahren, das es nach Angaben der Mediziner in Deutschland höchstens 15 Mal gibt.

Interessierte Bürger haben am Samstag, 26. April, vormittags Gelegenheit, diesen neuen Bereich des Knappschaftskrankenhauses anzuzsehen.Gut 1,5 Millionen Euro investiert das Knappschaftskrankenhaus, um sein NeuroZentrum erheblich aufzuwerten. Allein das Gerät, welches die Gefäße im Kopf auf zwei Ebenen darstellt, kostet eine Million Euro.

Von Georg Bockey g.bockey@waz.de 02361 9370-130

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