Herten isst mit großem Erfolg
10.06.2012 | 16:41 Uhr 2012-06-10T16:41:00+0200
Herten. Besser hätte es das Gourmet-Fest kaum treffen können. Sonntagmittag, strahlender Sonnenschein, mit dem Landschaftspark Hoheward eine einmalige Kulisse – da dauerte es nicht lange, bis sich die Tische bei „Herten isst Auf Ewald“ füllten. Die zweite Auflage des „Genuss Vestivals“ von Mittwoch bis Sonntag war ein voller Erfolg für die Veranstalter und Gastronomen.
„Wir sind sehr zufrieden“, bilanzierte Eylin Hilger vom Veranstalter Project Concept GmbH. „Einige tausend“ Besucher seien in den ersten vier Tagen schon über das ehemalige Zechengelände flaniert, und der letzte Tag hatte gerade erst begonnen. Doch schon reihten sich die Fahrräder entlang der Zäune und Wege, und es bildete sich eine Schlange vor etlichen Gastronomie-Ständen, insbesondere bei dem des Restaurants Bergedick aus Recklinghausen.
Schuld war daran eine Ente: die „halbe ofenfrische glasierte Honigente“, wie es auf der Karte stand. „Die gehört zu den Spezialitäten und zu den Rennern hier“, berichtete Hilger. Aber auch der gegrillte Feta-Käse des Hertener Restaurants Vangelis oder die gegrillten Sardellen von da Pepe in Recklinghausen – überall gab es besondere Speisen zu entdecken.
Während die Erwachsenen vielfach von einem Stand zum anderen liefen, und sich dennoch nicht für eine Mahlzeit entscheiden konnten, tobten sich die Kinder bereits am Sonntag aus. „Eine Hüpfburg, Kinder-Programm, ein Clown, das Maskottchen vom Copa Ca Backum“, zählte Mitorganisatorin Hilger einige der Angebote für die Kleinsten auf. Denn der letzte Tag wurde zum Familien-Tag auserkoren, nachdem der Freitagabend vor allem den Älteren gehörte. Ein DJ legte Musik auf. „Das war eine lange Party!“, erzählte Hilger. Bis um vier Uhr nachts hätten etliche Besucher noch getanzt.
Am Samstag dann stand die Fußball-Europameisterschaft im Mittelpunkt. Die Live-Übertragung hatten die Veranstalter bewusst nicht beworben, aber die Besucher blieben nicht fern. „Mit so vielen hatten wir nicht gerechnet“, sagte Hilger, aber so sei der Abend „gemütlich“ geworden – und das trotz Sturms und niedrigen Temperaturen. Ein ähnliches Bild habe am Donnerstag vorgeherrscht. „Um 12 Uhr war das schon richtig voll, obwohl es immer wieder leicht regnete“, berichtete sie.
Das Besondere an „Herten isst Auf Ewald“ sei aber „die Location“, so Hilger. „Sie ist ein Magnet, und abends toll beleuchtet. Die Location sorgt für eine tolle Stimmung, ungezwungen“, und biete nebenbei auch noch eine zentrale Lage.
Was auch dem älteren Ehepaar aus Gelsenkirchen zugute kam. Herbert und Lisbeth, „einfach nur Herbert und Lisbeth“, radelten am Sonntagmittag knapp zwölf Kilometer aus der Nachbarstadt in den Hertener Süden. „Das is’ eh schon so schön hier, und dann auch noch lecker was essen, mehr kannste doch nicht haben“, sagte sie, und löffelte dann mit einem breiten Lächeln ihren Becher Erdbeer-Panna-Cotta aus.

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