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Hans H. ist nicht mehr in Marl gemeldet

08.02.2010 | 18:30 Uhr

Marl. Für die Stadtverwaltung scheint das Kapitel erledigt zu sein, denn: Hans H. ist offiziell nicht mehr in Marl gemeldet. Das bestätigte Ulrich Hermanski, Sprecher des NRW-Justizministeriums in Düsseldorf, am Montag auf Nachfrage der WAZ.

Für den im Januar wegen einer Justizpanne freigekommenen Sexualstraftäter wird weiter nach einem Therapieplatz gesucht.

Zwar hatte sich der 62-Jährige am vergangenen Donnerstag – wie berichtet – bereiterklärt, eine Therapie zu beginnen, doch eine als sicher geltende Aufnahme in eine Klinik des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Hemer (bei Iserlohn) scheiterte. Nach Angaben des LWL handele es sich bei dieser Einrichtung um eine allgemein psychiatrische Klinik, die für die Behandlung von Sexualstraftätern nicht geeignet sei.

Der Landschaftsverband habe eine Aufnahme des 62-Jährigen in das Justizvollzugskrankenhaus in Fröndenberg vorgeschlagen, wurde dann am Montag über die Nachrichtenagentur ddp gemeldet. Auch eine Therapie in einer forensischen Klinik sei durchaus denkbar, hieß es.

Friedhelm Pothoff

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