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„Halterner Street Generation“ heißt der Jugendfilm

08.11.2010 | 17:15 Uhr
„Halterner Street Generation“ heißt der Jugendfilm
Die „Halterner Street Generation“ im Trigon Haltern: Bachtiar Negmanov, Jennifer Vodisek, Rudi Spielmann, Laura Schwickert, Dennis Malota,Florian Feda, Dennis Eichholz, Melvin Foschepoth, Dennis Gloddeck. Foto: Gerhard Schypulla

Haltern am See.Die Situation, das Verhalten von Rand-Jugendlichen, die nach der Schule „hartzen“, liefern den Stoff für den Jugendfilm „Halterner Street Generation“ (HSG), der jetzt Premiere im Trigon feierte.

Die erste Klappe zu diesem Film, der vom Caritasverband der Diözese Münster gefördert wurde, fiel vor einem Jahr. Ziel war, benachteiligte Jugendliche ihren eigenen Film drehen zu lassen. Die neun Darsteller waren ausnahmslos Schüler der Erich-Kästner-Förderschule. Sie lieferten die Ideen, sie entwickelten das Skript, sie ersannen die Dialoge. Gangs (das sind im Film „Asipack“ und „die Slumdogs“), Liebe, Drogen waren die thematischen Eckpfeiler, die die jugendlichen Darsteller vorgaben. Die Drehorte waren klassische Jugendtreffs: Fußgängerzone, Park, Unterführungen, Bahngleise. Und auch die HSG war nicht fiktiv, sondern als Gang früher auf Halterns Straßen unterwegs.

Mit der Idee einen Film zu drehen, hatte sich 2009 das Haus des Lebens und Lernens (HaLeLe), eine Einrichtung der Erich-Kästner-Schule und des Fachbereiches Familie und Jugend der Stadtverwaltung Haltern am See in Kooperation mit dem Caritasverband Haltern, beworben und den Zuschlag bekommen. Peter Dornbach vom Jugendamt der Stadt Haltern, Anika Bäcker und Jan Wilkes, Sozialpädagogen in der Erich-Kästner-Schule, betreuten das Filmprojekt.

Dornbach spielte im Film nicht nur den Streetworker, er ist auch im wirklichen Leben einer. Für ihn ist es das vierte Filmprojekt mit Jugendlichen, aber keines sei „so professionell“ gewesen, wie das letzte. Keine Überraschung: Filmpartner war die Medienwerkstatt Wuppertal.

Für die Schüler gab es großes Lob: „Die Jugendlichen waren super kreativ, super engagiert, super motiviert, super diszipliniert.“ Sie seien dabei geblieben und hätten miteinander, nicht gegenein-ander gearbeitet. Und die Darsteller? Rudi hatte die „passende Kleidung“, Florian fand die Arbeit „schräg“, Dennis lobte die gute Mitarbeit, Bachtijar hatte es einfach nur Spaß gemacht, Laura liebte das Singen zu der Musik aus dem Ghettoblaster, Jenny gefiel die Zusammenarbeit mit Benny, Malle skatete leidenschaftlich. Kommentare der Darsteller, die in diesem Film ihre Stärken und verdeckten Fähigkeiten gezeigt und entwickelt haben.

Der Film „HSG“ wird in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Generationen und Soziales am 2. Dezember, 17.30 Uhr, gezeigt.

Irene Stock

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