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Gutachter untersucht riesigen Sandrutsch

15.02.2010 | 16:21 Uhr

Haltern am See. Rund 12 000 Quadratmeter am Silbersee II betroffen

Haltern am See. Die Quarzwerke bauen im Tagebau am Nordostufer des Silbersees II Quarzsande ab. Dabei rutschte das Ufer auf einer Länge von 170 Metern Länge und 60 Metern Tiefe ab. Damit ging eine Landfläche von 8000 Qua-dratmetern mit rund 100 000 Kubikmeter Masse verloren.

RP Arnsberg fordert Sonderbetriebsplan

Mit Abraum aus dem Tagebau am Silbersee 1 wurde die Bruchstelle anschließend kurzfristig gesichert. Dabei kam es zu einem weiteren Rutsch, der rund 30 Meter in das angrenzende Waldstück reichte. Die gesamte Rutschung umfasst inzwischen eine Länge von 180 Metern und 90 Meter Tiefe, etwa 12 000 Quadratmeter Fläche sind betroffen.

Da der Quarzabbau unter das Bergrecht fällt, ist der Regierungspräsident in Arnsberg zuständig. Der hat zur Behebung der entstandenen Schäden einen Sonderbetriebsplan gefordert, der jetzt auch von den Quarzwerken vorgelegt wurde.

In ihrer Stellungnahme zu diesem Sonderbetriebsplan hat die Stadt Haltern am See etwa gefordert, die Sicherheit im Tagebaubetrieb wieder herzustellen und die Wiederholung solcher Ereignisse zu unterbinden. Dabei hat sie besonders den Badestrand am Südufer im Blick.

Um die Sicherheit von Tauchern und Surfer zu gewähleisten, wurde auch die seeseitige Sicherung des Rutschungsbereiches hinterfragt. Die Bezirksregierung Arnsberg hat auf eigene Kosten einen unabhängigen Gutachter beauftragt, der die Vorgänge untersucht und die Situation beurteilt. Hierdurch soll u.a. geklärt werden, ob die Rutschungen aus rein geologischen Ursachen oder ein unsachgemäßes Vorantreiben des Abbaus die Ursache ist.

Stadt Haltern will Sicherheit am Seeufer

Ziel der Untersuchungen ist es, weitere Rutschungen sicher auszuschließen. Die Gutachten sollen bis zum Start in die Sommersaison am 1. März vorliegen.

Dieter Decker

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