Benefizkonzert
Godoj und Philarmonie sammeln 42 500 Euro für Haiti
09.02.2010 | 17:38 Uhr 2010-02-09T17:38:00+0100
Recklinghausen. Der Auftritt von Thomas Godoj und der neuen Philharmonie Westfalen mit Generalmusikdirektor Heiko Mathias Förster war ein riesiger Erfolg. Stephan Popp, Intendant der Philharmonie, übergab jetzt einen Scheck in Höhe von 42 500 Euro an die Kindernothilfe für Haiti.
Das Konzert von Thomas Godoj und der Neuen Philharmonie unter der Leitung von Generalmusikdirektor Heiko Mathias Förster für die Erdbebenopfer in Haiti schlug höhere Wellen als man offensichtlich erwartet hatte. Stephan Popp, Intendant der Philharmonie, übergab gestern im Rathaus einen Scheck in Höhe von 42 500 an die Kindernothilfe, die bereits vier Kinderzentren in Port-au-Prince errichtet hat und weitere 20 plant. Und das Geld wird noch weiterfließen. Nach wie vor wird der Live-Mitschnitt des Konzerts verkauft. „Und der Verkauf geht gut, es werden laufend Sticks geordert”, weiß Popp.
Thomas Godoj ist neuer Botschafter der Kindernothilfe
Und Thomas Godoj, der gestern bekannt gab, dass er als neuer Botschafter der Kindernothilfe tätig sein wird, sprach sich für weitere Benefizkonzerte aus. „Ein- oder zweimal im Jahr wird es Veranstaltungen wie die im Ruhrfestspielhaus geben. Wir dürfen dabei aber nicht vergessen, dass wir auch in Deutschland etwas für die Kinder machen müssen.”
Generalmusikdirektor Heiko Mathias Förster zeigte sich auch noch sichtlich begeistert von dem gemeinsamen Auftritt. „Der Anlass war zwar tragisch, aber es war eine ideale Kombination, die einem größeren Publikum gefiel. Wir haben damit einen Nerv getroffen – und sollten zusammen weitermachen. Ich kann mir ein Open-Air-Konzert gemeinsam mit Thomas Godoj und der Neuen Philharmonie im Sommer in Recklinghausen gut vorstellen. Und das vor 20 000 Zuschauern, das wäre eine tolle Sache”, schwärmte Förster gestern im Rathaus.
Eine Million Kinder in Haiti auf sich gestellt
Recklinghausens Bürgermeister Wolfgang Pantförder sprang direkt auf den Zug auf und schlug vor, vielleicht während des Public Viewings zur Fußball-Weltmeisterschaft am Rathausplatz solch eine Veranstaltung aufzuziehen. „Die Voraussetzungen wären vorhanden.”
Angelika Böhling von der Kindernothilfe Duisburg wies noch einmal auf das Elend in Haiti hin. „Man spricht davon, dass eine Million Kinder allein unterwegs sind. Niemand weiß, ob diese Zahl so stimmt. Aber gewiss ist, dass flüchtende Kinder leicht Opfer von Menschenhändlern werden. Wir gehen jetzt auch in die Bergdörfer und helfen dort, wo wir nur können.”
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