Gewinn durch Verzicht
12.01.2010 | 10:55 Uhr 2010-01-12T10:55:00+0100
Vest. Entschlacken ist gut für den Körper, sagt Brigitta Kemner, Lehrerin für Gesundheit und Persönlichkeitsentwicklung. Kaffee, Käse, Zucker, auch Alkohol sind in dieser Zeit der "Entgiftung" allerdings tabu.
Jede Veränderung, heißt es in Anlehnung an eine chinesische Weisheit, beginnt mit einem ersten Schritt. Und eben diesen zu tun, dazu sind Andrea (39), Saskia Kemner (20) und Dr. Siegbert Teichert (49) fest entschlossen: In den nächsten zwei Wochen wollen die Lehrerin aus Haltern, die Studentin aus Recklinghausen und der Mediziner aus Oer-Erkenschwick ihrem Körper Zeit geben, sich zu erholen. Und deshalb wollen sie bewusst verzichten auf ihren Organismus schädigendes Essen. Auf dass sie sich für 2010 „auf einen guten Weg bringen”, wie es Brigitta Kemner, Lehrerin für Gesundheit und Persönlichkeitsentwicklung aus Oer-Erkenschwick, formuliert.
Die „Giftmülldeponien im Körper entsorgen”, diesen „in einen harmonischen Zustand bringen”: Darum gehe es in dem von ihr angebotenen Entschlackungsprogramm, betont die 27-Jährige. Hungern müsse dabei niemand, aber . . .
. . . Kaffee, Käse, überhaupt Milchprodukte, ebenso Mehlspeisen, Fleisch, Zucker, Alkohol sind für Andrea, Saskia und Siegbert in den nächsten 14 Tagen tabu. Denn dies alles sind Nahrungs- und Genussmittel, durch die der Körper „sauer” wird. Und ein übersäuerter Körper, voller schadhafter Schlacken, „wird auf Dauer energielos, die Schlacken können einen sogar krank machen”, so die Inhaberin von „comfort coaching”.
Mit positiven Gedanken in den Tag starten
Was den Körper dagegen reinigt (und ihn zudem auch noch einige Kilos verlieren lässt), sei „eine basenreiche Ernährung”. Kartoffeln, Kräuter, Obst, Gemüse, zum Trinken Tee oder frisches Wasser. Außerdem, so Kemner, sollte man während des Entschlackungsprogramms viel schlafen, moderat Sport treiben. Und: „mit positiven Gedanken in den Tag starten”.
In einem Weblog werden die drei in den kommenden Tagen von ihrem Entschlackungsprogramm und den bisherigen Ergebnissen berichten. Zum Blog
„Kein Käsebrötchen mehr zum Frühstück und keine einzige Tasse Kaffee mehr am Tag? Das wird hart”, gesteht Dr. Siegbert Teichert. Doch hofft der Hausarzt, dass ihm mit dem heute beginnenden Entschlackungsprogramm der Start in ein bewussteres (und um das ein oder andere Kilo leichtere) Leben gelingt: „Ich werde nächsten Monat 50, da denkt man mitunter darüber nach, wie es mit einem so weitergehen soll . . .”
Genau hier, betont Brigitta Kemner, liege der Ansatzpunkt, ein solches „Vitalprogramm” erfolgreich durchzustehen. „Man sollte sich immer wieder klar machen, was man durch das Entschlacken alles gewinnt, statt ständig zu denken: Oh Gott, auf was musst du alles verzichten . . .”
Seinem Körper „mal etwas Gutes zu tun und wieder etwas Sport zu treiben” (wie es Saskias Intention ist); oder das modifizierte Fasten als „Startkick” zu nutzen, um auf der Waage „endlich zweistellig” zu werden (wovon Andrea träumt): Kurz nach dem Jahreswechsel, so Brigitta Kemner, hätten viele Menschen den Wunsch nach Veränderung. Die beginnt zwar stets mit dem ersten Schritt, aber dann: folgt der nächste. Und damit die Frage, so Kemner: „Kann ich konsequent sein?”
Nun: Andrea, Saskia, Siegbert werden das bald wissen.
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