Gemeinsam billiger
03.08.2010 | 15:09 Uhr 2010-08-03T15:09:00+0200
Vest.Die Städte im Kreis RE sollen mit Hilfe einer Neuorganisation ihrer Betriebshöfe wirksam sparen. Das schlägt die Unabhängige Bürger-Partei (UBP) im Kreistag vor.
135 Millionen Euro muss der Kreis bis 2013 einsparen, auf mehr als zwei Milliarden Euro türmen sich die Defizite der Kommunen im Vest – da ist guter Rat teuer. „Mit schlankeren Strukturen und mehr Zusammenarbeit bei den Betriebshöfen lässt sich viel erreichen“, ist der Vorsitzende der UBP im Kreistags, Tobias Köller, überzeugt. Er hat einen Antrag mit einem entsprechenden Prüfauftrag an den Landrat gerichtet.
Cay Süberkrüb (SPD) solle als Moderator in der Bürgermeister-Runde dafür werben, wünscht sich Köller. Er glaubt zudem: „Engere Kooperation könnte auch die von den Bürgern zu zahlenden Müllgebühren in Schach halten.“ In diese Gebühren geht neben den Kosten für die Entsorgung des Abfalls auch der jeweilige Aufwand fürs Einsammeln ein.
„Den Bürgern ist völlig egal, wie der Betrieb organisiert ist. Wichtig ist, dass zum Beispiel die Müllabfuhr funktioniert, dass es vor Ort einen Recyclinghof gibt und man für Probleme einen Ansprechpartner findet“, glaubt Köller. Deshalb sei es gut möglich, für alle Kreisstädte eine gemeinsame Verwaltung aufzubauen.
Recklinghausen und Marl hätten gerade neue, hochmoderne Betriebshöfe errichtet. Sie könnten jeweils zu Zentralen für die benachbarten Städte ausgebaut werden. Die dortigen Betriebshöfe sollten, so Köller weiter, als bürgernahe Anlaufstellen, Werkstätten und Stützpunkte für die Mitarbeiter erhalten bleiben. Das wäre am Ende mit Sicherheit billiger als die heutige Lösung mit einem eigenen Betriebshof für jede Stadt.
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