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Goldhochzeit bei Peicks

Gelebte Stadtentwicklung

28.09.2012 | 19:00 Uhr
Gelebte Stadtentwicklung
Feiern goldene Hochzeit: Clemens Peick und seine Frau Hilde.Foto:Norbert Schmitz

Oer-Erkenschwick. Bei wie viel Ehejubiläen er in offizieller Mission als Bürgermeister gewesen ist, dass kann Clemens Peick nicht sagen. Am Sonntag stehen er und seine Frau Hilde (75) im Mittelpunkt, wenn sie selbst in der Stadthalle ihre goldene Hochzeit feiern.

Dann dürften die Gratulanten wohl Schlange stehen, denn Clemens Peick, der im November 75 Jahre alt wird, ist nicht nur Mitglied (seit 1953 beim DRK und 24 Jahre Vorsitzender) beziehungsweise Ehrenmitglied vieler Oer-Erkenschwicker Vereine, er hat vielmehr als bekannter und beliebter Politiker die Entwicklung der Stimberg­stadt entscheidend mitgeprägt.

Peick ist gebürtiger Lüdinghauser. Weil es im Münsterland zu seiner Jugendzeit jedoch sehr schwierig war, eine Lehrstelle zu bekommen, folgte er einem Rat seines Onkels, zog zu ihm und seiner Tante an die Brinkmannstraße und wurde Berglehrling auf Ewald-Fortsetzung. Nachdem er 1955 seine Knappenprüfung abgelegt hatte, absolvierte er 1966 einen Heilgehilfenlehrgang und war anschließend bis 1994 hauptberuflich im Gesundheitshaus der Zeche tätig.

„Clemens hat einen sehr großen Freiheitsdrang“, schildert Ehefrau Hilde. Das war es wohl auch, warum ihr Mann nicht nur in die Politik ging, sondern sich auch anderweitig um seine Mitmenschen kümmerte. „Mir ist es immer wichtig gewesen, ihnen zuzuhören, ohne Versprechen abzugeben, die ich nicht halten konnte“, begründet er seine Motivation.

1959 trat er in die SPD ein, wurde 1975 in den Rat gewählt, war von 1984 bis 1987 Stellvertreter von Bürgermeister Heinz Netta und anschließend bis 1999 selbst 1. ehrenamtlicher Bürgermeister und bis 2004 hauptamtlicher Bürgermeister. Mit seinem Ausscheiden wurde er Ehrenbürger von Oer-Erkenschwick.

Zahlreiche Neubauten

Die Entwicklung der Stimberg­stadt sieht Clemens Peick durchweg positiv. „Besonders freut es mich, dass es uns gelungen ist, die Halluinstraße neu zu gestalten.“ Er nennt aber auch die Umgestaltung des Berliner Platzes, die Einrichtung der Kreisverkehre (mit die ersten im Kreis Recklinghausen), den Neubau der Stadthalle, der Stimberghalle, des Maritimo und des Willy-Brandt-Gymnasiums. Dass die Einwohnerzahl (ca. 30 000) gehalten werden konnte, obwohl der größte Arbeitgeber, nämlich die Zeche, geschlossen wurde, liegt seiner Ansicht daran, dass man sich in Rat und Verwaltung frühzeitig um Gewerbeansiedlung („Großindustrie wollten wir nicht“) und um die Ausweisung von Baugebieten gekümmert hat.

Norbert Schmitz

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2012-09-28 19:00
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