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Futtern und flanieren

14.10.2012 | 19:19 Uhr
Futtern und flanieren
Gut gefüllt war der Creiler Platz beim City-See-Fest am Rathaus und im Marler Stern.Foto: Joachim Kleine-Büning

Marl. An jeder Ecke steigt ein anderer Geruch in die Nase und auch die musikalische Beschallung ist alle paar Meter eine andere – das Seefest lässt grüßen.

Die Stände und Buden an der Josefa-Lazuga-Straße und auf dem Creiler-Platz luden dann auch wieder tausende Besucher zum Flanieren ein. Wer neben Gegrilltem, Reibekuchen und geräuchertem Fisch noch Platz im Magen hatte, konnte sich den spiralförmigen Pommes oder Brezeln widmen. Center-Manager Olaf Magnusson zog eine positive Resonanz: „Am Sonntag waren es noch mehr Besucher als am Samstag“. In Zusammenarbeit mit der Veranstaltungsagentur „Jokerfabrik“ und der Werbegemeinschaft des „Marler Sterns“ stellte er ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm auf die Beine. Das eingespielte Moderatoren-Duo Anne Gober und Christian Koop führte durch die Veranstaltung. Neben den Profis der Partyband „Schow­time-Company“ hatte auch Nachwuchssänger „Just Dimi“ samt Tänzerinnen seinen großen Auftritt.

Seefest-Night-Party ausverkauft

Einer der Höhepunkte war die Seefest-Night-Party am Samstag. „Die rund 700 Karten waren innerhalb weniger Tage ausverkauft“, berichtete Olaf Magnusson. Bei Publikumsmagneten wie Sandy Wagner oder Andreas Martin kein Wunder. Aber nicht nur die Erwachsenen kamen auf ihre Kosten. Für die Kleinen gab’s Kinderschminken, Karusselle und Dosenwerfen. Josefine (4) räumte ab und war sich bei der Gewinnauswahl sicher: Das (Spielzeug)Handy sollte es sein.

Neben dem Bühnenprogramm lockte der Westfälische Markt besonders viele Besucher an. Günter Niehaus (76), ehemaliger Hufschmied aus dem Münsterland, stellt Hufeisen im Kleinformat als Glücksbringer her. „Ich muss ja sehen, ob ich es noch kann“, sagte er schmunzelnd, während er mit Hammer und Amboss über offener Flamme hantierte. Man muss schon zweimal hingucken, um die kleinen Hufeisen ausmachen zu können. Sabine Weber aus Marl schaut genau hin: „Es ist interessant zu sehen, wie so etwas hergestellt wird.“

Weiter geht’s entlang der Schmuckstände, Senf- und Käsespezialitäten, Schnitzereien und anderen Handwerksarbeiten aus den Niederlanden. Die traditionelle Handwerksgruppe „Den Olden Tied“ (dt. Die alte Zeit) aus Lich­tenvoorde zeigte den Besuchern traditionelle Handwerkskunst wie Korbflechten, Klöppeln, Kupferschmieden oder Butterstampfen. Gisela Heidemann aus Lembeck staunte über die Klöppelarbeiten: „Wie steigt man nur durch bei den ganzen Fäden und Nadeln?“

Lisa Maria Skraburski

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