Das aktuelle Wetter Unser Vest 13°C
Forensik

Freiwillige sammeln Unterschriften

31.10.2012 | 18:14 Uhr
Freiwillige sammeln Unterschriften
Der geplante Bau einer Forensi sorgt, wie hier am WAZ-Mobil, weiter für viel Gesprächsstoff. In Lünen, wo ebenfalls eine Forensik gebaut werden soll, wurde die Gesundheitsministerin gnadenlos ausgepfiffen.Foto: VON STAEGMANN, Lutz

Haltern am See. Maaike Thomas, Fraktionsgeschäftsführerin der Grünen in Haltern am See, hofft auf Sachlichkeit in der Diskussion um den Bau einer Forensik in Haltern-Lippramsdorf. Für kommenden Dienstag, 6. November, 19 Uhr, hat NRW-Gesundheitsminsterin Barbara Steffens (Grüne) ihr Kommen angekündigt. In der Seestadthalle sollen Bürger Gelegenheit haben, nach den Gründen für die Standortwahl Haltern am See zu fragen.

CDU fragt die Ministerin

Ob die Ministerin allerdings antworten wird, ist nach dem Informationsabend in Lünen zu bezweifeln. Dort wurde den aufgebrachten Bürgern – sie buhten die Ministerin und den Bürgermeister aus – klar gemacht, dass das Land von seiner Entscheidung nicht mehr abrücke. Weder zu den Standortkriterien noch zu den anderen geprüften Flächen ließ sich Barbara Steffens zu einer Aussage bewegen.

Josef Hovenjürgen, CDU-Mdl, nimmt die Erfahrungen in Lünen zum Anlass, zur Standortfrage Antworten von der Ministerin einzufordern. „Wenn die Ministerin zu uns kommt, erwarte ich von ihr die Bereitschaft, über den Standort und eventuelle Alternativen einen offenen Dialog zu führen. Sollte sie zu uns kommen, nur um ihre Standortentscheidung durchzudrücken, wäre das eine Rückkehr zur alten Basta-Politik, und gleichzeitig hätte dieser Vorgang mit Transparenz gar nichts zu tun. Mit dieser Basta-Politik gewinnt man keine Menschen, sondern man löst erbitterten Widerstand aus.“

Derweil melden sich Bürger freiwillig, um Unterschriften gegen die Forensik zu sammeln. Carsten Haverkamp aus Haltern am See, beispielsweise, sammelte am Dienstag innerhalb von drei Stunden 160 Unterschriften in der Filiale einer Discounter-Kette. Silena Moseleit bekam innerhalb von zwei Stunden an einer Tankstelle über 80 Unterschriften. Aktuell liegen über 2700 Unterschriften vor. „Das Feedback ist so überwältigend, dass wir den Ansturm kaum bewältigen können“, sagt Marco Rolof, in dessen Firma ITNT in Dorsten die Fäden der Forensik-Gegner zusammen laufen. „Sechs Mitarbeiter arbeiten Vollzeit zu dem Thema; es kostet gerade richtig viel Geld“, so der Fachmann für Marketing und Verhaltenspsychologie. Um mit einer Stimme zu sprechen, wollen die vielen Freiwilligen eine Bürgerinitiative gründen. Man sei auf dem Weg.

Halterns Grüne haben 13 Fragen an die Ministerin gestellt – und machen sich mit dem Gedanken vertraut, dass die Forensik kommt: Wie wird der Freigang aussehen – welcher Anteil wird vor Ort stattfinden? Mit welcher zusätzlichen Polizeipräsenz ist im Falle eines Maßregelvollzugs in Haltern zu rechnen?

Irene Stock


Kommentare
10.11.2012
12:47
@Udo-Surmann
von mellow | #2

Aha. Soso. NICHT "in unserer Region". Wo denn?
Ja zu Forensik, zu Windenergie, zu Flüchtlingshilfe "im Allgemeinen" - aber bloß nicht bei uns! Ihr Biedermeiertum ist entlarvend und beschämend, egal ob in Neviges, Haltern, Lünen oder sonstwo.

02.11.2012
14:53
FORENSIK
von Udo-Surmann | #1

Warum tritt die Gesundheitsministerin Frau Barbara Steffens BÜNDNIS 90/ Die GRÜNEN an den evtl. in Frage kommenden Standorten einer Forensikklinik allein auf?

Meines Erachtens tragen die Verantwortung für den Neubau einer Forensikklinik:

Unsere Ministerpräsidentin Frau Hannelore Kraft (SPD)

NRW- Bauminister Michael Groschek (SPD)

NRW- Justizminister Thomas Kutschaty (SPD)

Ich bin der Auffassung, Straftaten und Krankheiten sind zweierlei.
Deshalb „NEIN zur Forensik“ in unserer Region.

Mit freundlichen Grüßen aus Westerholt

Udo Surmann

Aus dem Ressort
Zuckermais in Herten selber pflücken – einfach süß
Landwirtschaft
Ein neuer Trend: Dass große Zuckermais-Schild vor der Einfahrt zum Hof Feldhaus an der Hertener Straße/Ecke Ebbelicher Weg in Westerholt macht es deutlich: Nach der Erdbeer-Saison beginnt jetzt die Zuckermais-Saison. Es darf gepfückt werden.
Polizei in Recklinghausen warnt vor falschen Wasserwerkern
Kriminalität
Sie gaben vor vom Wasserwerk zu sein und in die Wohnung zu müssen. Mit dieser dreisten Masche verschafften sich Täter Einlass in die Wohnung von zwei Seniorinnen in Gladbeck und in Recklinghausen - und bestahlen sie. Die Polizei nimmt diese beiden Fälle zum Anlass einige Verhaltenstipps zu geben.
Minenjagdboot „Herten“ empfängt Gäste aus Westerholt
Reservisten
Der Jahresausflug der Reservistenkameradschaft Westerholt zum Minenjagdboot „Herten“, das in Kiel vor Anker liegt, war so eindrucksvoll wie abwechslungsreich. Elf Kameraden und zwei Förderer machten sich auf, um das Patenboot der Stadt Herten zu besuchen.
Blitzeinschlag in Düsseldorfer Feuerwache - Straßen geflutet
Wetter
Ausgerechnet in die Feuerwache in Düsseldorf ist am Montag der Blitz eingeschlagen. Zudem mussten mehrere Straßen in der Nähe, darunter eine Bundesstraße, wegen Überflutung gesperrt werden. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Starkregen.
Karstadt-Mitarbeiter wegen Sparkurs erneut in Angst
Karstadt
Die erneuten Spekulationen über die Zukunft von Karstadt sorgt bei den Mitarbeitern für tiefe Verunsicherung. Nach dem plötzliche Abgang von Chefin Sjöstedt kündigte Aufsichtsratschef Fanderl einen harten Sparkurs an. Einzelne Häuser im Ruhrgebiet standen schon mehrfach auf der Streichliste.
Fotos und Videos
Haltern aus der Luft
Bildgalerie
von oben
Sprengung des Förderturms Herten
Bildgalerie
Sprengung
Die Wildpferde sind los
Video
Naturspektakel
Installationen von Young-Jae Lee
Bildgalerie
Schiffshebewerk