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Fit für den Sommer

07.04.2010 | 22:25 Uhr
Sprung- und Aussichtsturm ist das Wahrzeichen des Bades; der Kies kommt per Kran. Foto: Werner Zempelin
Sprung- und Aussichtsturm ist das Wahrzeichen des Bades; der Kies kommt per Kran. Foto: Werner Zempelin

Während vielerorts Schwimmbäder geschlossen werden, wird in Olfen demnächst ein neues Naturfreibad eröffnet.

Olfen. „Rechtzeitig zur Badesaison wird das neue Naturbad am 2. Mai mit einem Tag der offenen Tür der Bevölkerung übergeben“, ist Beigeordneter Wilhelm Sendermann trotz des harten Winters mit wochenlangem Baustopp sicher. 1,5 Mio Euro hat es dann gekostet.

Nach der offiziellen Eröffnungsfeier kann dann der Saisonbetrieb –je nach Witterung- etwa am 15. Mai aufgenommen werden. Da das Wasser im Schwimmbecken nicht künstlich aufgeheizt wird, muss die Sonne ganze Arbeit leisten. „Die Erwärmung des Wassers im Reinigungsbereich beläuft sich auf etwa 20 Grad, im Sommer steigt sie bis auf 25 Grad.“ Das zeigen die Erfahrungen in den anderen Naturbädern, so Sendermann.

Wenn man den bereits fertigen Sprungturm besteigt, hat man einen herrlichen Ausblick auf das ganze Gelände. Nach Osten liegt der große Bereich der Liegewiese, die bereits mit Gras bewachsen ist und mit den „Dünen“ im Hintergrund zum Ausspannen einlädt. Gut vorstellen kann man sich schon, wie die „Kleinen“ im bereits fertigen Kleinkinderbecken des Naturbades herumtollen und planschen. Der eigentliche Badebereich wird umrahmt von mannshohen Felsbrocken mit bis zu 14 Tonnen Gewicht, die mit einem Spezialkran an den richtigen Platz gesetzt werden mussten. Sie sind jeweils durchbohrt, Schläuche ragen heraus, dort werden noch Schwallduschen befestigt.

Man kann förmlich die Scharen der Besucher erahnen, die sich im großen Schwimmbecken wohl fühlen oder es sich am Sandstrand gemütlich machen werden. Das Becken selbst mit Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich ist nicht etwa gefliest, sondern erhält auf dem glatten Beton einen grünen Kunststoffbelag, der auch bereits größtenteils verlegt und verschweißt ist. Der bis auf vier Meter Tiefe abgesenkte Bereich für die mutigen Springer ist noch „nackter“ Beton. Dabei beträgt die gesamte Wasserfläche rund 1.600 m², was bei einer überbauten Gesamtfläche von 3,5 Hektar (35.000 m²) eher gering erscheint. Am Sprungturm selbst ist schon die 11,5 Meter lange Rutsche montiert, die in dem tellerartig vertieften Bereich des Bades endet. Gerüste zur Aufnahme des Drei- und des Ein-Meter-Brettes sind auch deutlich zu erkennen.

Die beiden Häuser, die den Eingangsbereich des Bades bilden, wurden in Holzrahmenbauweise mit sibirischem Lärchenholz gebaut. In dem einen werden sich der Kassenautomat und ein Kiosk mit kleiner Restauration befinden, in dem anderen entsteht ein Umkleidegebäude mit Warmwasserduschen, deren Nutzung mit einer kleinen Gebühr möglich sein wird.

Preiswert soll auch der Eintritt sein: drei Euro für Erwachsene, zwei Euro für Kinder. Saisonkarten werden erhältlich sein. Der Personalaufwand für Aufsichts- und Kontrolltätigkeiten soll aus Kostengründen gering gehalten werden, sogar bei Hochsaison steigt die Zahl der Beschäftigten nicht über acht.

Hinzu kommt, dass die biologische Reinigung durch den Algenteppich (Phosphorentzug) und den Schilfbereich so effizient ist, dass das Badewasser auch ohne Chemikalien hygienisch einwandfrei bleibt und im Laufe eines Tages einmal umgewälzt wird, ohne dass hierbei täglich eingegriffen werden muss.

Zusätzlich hat sich die Verwaltung entschlossen, die Anlage um einen etwa 500 m² großen Wasserspielplatz mit bis zu 30 cm Tiefe zu erweitern, eine Investition aufgrund des Konjunkturpakets II in Höhe von 100.000 Euro.

Da die Parkplätze bereits gepflastert sind, kann der Ansturm der 2.000 Besucher, die in dem Bad Platz finden, bald schon kommen, wobei die Stadt mit bis zu 40.000 Besuchern pro Jahr rechnet. Das Wasser jedenfalls wird in Kürze eingelassen. WZ

Werner Zempelin

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