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Firma muss Woolit ordnungsgemäß entsorgen

17.09.2012 | 19:00 Uhr
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Olfen. Die hessische Firma Woolrec muss das in Vinnum gelagerte Produkt Woolit auf eigene Kosten entsorgen. Das entschied das Verwaltungsgericht Gießen und bestätigte damit eine Verfügung des Regierungspräsidiums Gießen, gegen die das Unternehmen mit einem Eilantrag vorgehen wollte.

Wie die WAZ berichtete, hatten Messungen ergeben, dass in Vinnum von Woolit ausgehende, gesundheitsgefährdende Schadstoffe freigesetzt wurden. Woolrec argumentierte nun vor Gericht, dass diese Freisetzung durch eine unsachgemäße Lagerung möglich geworden sei. Dieses Argument ließen die Verwaltungsrichter nicht gelten. Woolit sei gefährlicher Abfall im Sinne des Kreislaufwirtschaftsgesetzes und müsse entsprechend entsorgt werden. Die Kosten hierfür belaufen sich auf rund 180 000 Euro.

Wesentlich für das Urteil des Verwaltungsgerichtes war, dass Woolit offensichtlich nach einer Rezeptur hergestellt worden war, für die keine Genehmigung des Regierungspräsidiums vorlag. Woolrec hielt dem entgegen, dass das Material die Firma so verlassen habe, wie es für die Produktion zugelassen gewesen sei.

An dieser Aussage hält das hessische Unternehmen weiterhin fest und auch daran, dass die Faserstoffe aufgrund einer unsachgemäßen Lagerung in Vinnum freigesetzt wurden. Woolrec kündigte jetzt an, gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Gießen Beschwerde beim Hessischen Verwaltungsgericht einzulegen.

Eine akute Gefahr geht von dem am Vinnumer Ziegelwerk gelagerten Woolit derzeit offenbar nicht mehr aus. Nach den Messungen war der Bestand mit Planen abgedeckt worden. Diese Tatsache würden das Unternehmen jedoch nicht von der unverzüglichen, sachgerechten Entsorgung entbinden, hatte das Verwaltungsgericht Gießen festgestellt.

Nach Bekanntwerden, dass die freigesetzten Faserstoffe möglicherweise auch krebserregend sein könnten, war in Vinnum eine nachvollziehbare Unruhe aufgekommen.

Norbert Schmitz

Kommentare
18.09.2012
08:20
Firma muss Woolit ordnungsgemäß entsorgen
von Tiefenbach | #1

... doch in Tiefenbach in Hessen, wo dieser Giftmüll produziert wird, geht es immer weiter mit dem Krebsfasermüll. Auflagen werden immer noch nicht eingehalten, überall liegen Faserabfälle rum. Mehrere Anwohner sind an Krebs erkrankt. Doch die Behörde behauptet, es sei alles "Genehmigungskonform". Wir haben Angst!

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