Erlebnispädagogik zu Pferd
15.09.2011 | 19:06 Uhr 2011-09-15T19:06:44+0200
Waltrop.Gibt es für kleine Mädchen etwas Schöneres, als den Platz auf dem Rücken eines Pferdes? Wenn man in die Gesichter der kleinen NaBeBa-Besucherinnen blickt, wohl kaum. „Das Pferd ist ganz weich und lieb“, finden Hanna und Concetta Küchler, die mit ihren drei und fünf Jahren schon wie Profis mit Reitkappen auf dem Pferd sitzen.
Nur zum Reiten brauchen die beiden noch Hilfe von Profis und die gibt es jetzt auch. Farina Meurer heißt die Neue auf dem Hof und die Erzieherin, die sich mit der Arbeit mit Tieren und Kindern beschäftigt hat – und sie hat ein Ziel. „Wir bieten jetzt Erlebnispädagogik mit der Stärke der Pferde an“, erklärt die junge Dortmunderin, die den Kindern aber nicht nur das Reiten beibringen möchte. Es soll keinen normalen Reitunterricht geben, sondern Beschäftigung mit dem Tier als Teil der Natur. „Es geht beim Reiten nicht nur um das Reiten, sondern auch um die Haltung und das Tier an sich“, ist sich die Reitlehrerin sicher und hofft, dass es den Kindern gefällt.
Drei neue Bewohner
Dass die drei neuen Bewohner des NaBeBa – Aramis, Diggi und Konrad – auf dem alten Sportplatz eine neue Heimat gefunden haben, ist ein Glücksfall für alle, denn die Pferde sind eine Spende. Eine Pferdeliebhaberin und eine alte Reitlehrerin haben sich entschlossen, ihre Pferde und ein Pony in das Projekt zu geben. Und dass es den Vierbeinern auf dem NaBeBa schlecht ginge, kann man wirklich nicht behaupten. „Wir legen sehr viel Wert auf die artgerechte Haltung der Tiere“, sagt Dorothee Zijp, die Vorsitzende des Vereins, der sich seit 2006 um naturnahe Erlebnisse für Kinder kümmert. Die Tiere müssen nicht gegen ihre Natur stundenlang in Boxen stehen, sondern leben im Freien und bei Unwettern geht es in den schützenden Stall.
In Zukunft sollen die Tiere auch selbst entscheiden können, denn der Verein plant den Bau eines Offenstalls für Pferde und Schafe. Hier können für Kinder in Zukunft auch Geburtstagsfeiern mit dem Pferd organisiert werden, stellen sich die Organisatoren vor.
Dass sich das Projekt mit seinen 75 Tieren – die 200 000 Bienen nicht mitgezählt – längst etablierte, zeigen die Besucherzahlen auf dem Hof, denn zu den offenen Stunden am Montag und Donnerstag kommen regelmäßig 20 bis 50 Kinder. „Viele Kinder fragen auch in der Schule, ob sie nicht mal mit der Klasse zum NaBeBa kommen können“, freut sich die Vorsitzende und ist immer offen für naturinteressierte Menschen mit und ohne Behinderungen.
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