Konzert
Erfolgreicher Tourneestart für Thomas Godoj
06.12.2009 | 16:21 Uhr 2009-12-06T16:21:00+0100
Recklinghausen. Am Samstagabend startete Thomas Godoj vor einem begeisterten Publikum seine "Richtung G"-Tour. In der Vest-Arena zeigte die Band um den 31-jährigen Sänger eindrucksvoll, wie sich die Gruppe musikalisch weiter entwickelt hat.
Die Bühne in lila und hellblauem Licht getaucht. Ein Tusch – und die Halle bebt: Thomas Godoj rockt los. Und als wäre er lange weg geblieben, gibt's zum Auftakt gleich ein „Stückchen Ewigkeit” von der neuen CD „Richtung G”. Zum Start der Deutschland-Tournee am Samstagabend in der Recklinghäuser Vest Arena zeigte die Band um den 31-Jährigen, welch eine musikalische Entwicklung die Gruppe gemacht hat, welche Einheit die Truppe geworden ist.
Und: neues Lichtdesign, Videoeinspielungen und eine zweistündige Show ohne Atempause – von Fans und Musikern. „Das war von der Stimmung her der absolute Hammer”, erklärte der Rockmusiker noch nassgeschwitzt und völlig verausgabt nach Konzert. „Das Tolle, die Fans haben von Anfang bis Ende mitgemacht. Das war, im positiven Sinne, der reinste Hexenkessel.”
Und das Publikum ging mit und feierte „das bislang größte Konzert, das die Vest Arena in ihrem zweijährigen turbulenten Bestehen gesehen hat”, erklärte Arena-Managerin Nicole Roß. „Alles, was nicht existiert”, „Von allem etwas”, „10 Meter Brett” und „Schnee von gestern” folgten nach dem Einstieg – und der RE-Rocktempel stand kopf.
Gut 200 kamen auch am Sonntag wieder
Bis dann „Winterkinder” kam, ein Song, der vom Rhythmus her eigentlich eher zum mitrocken verführt, aber sich inhaltlich mit dem Thema Kindesmisshandlung beschäftigt. Eingeleitet wurde das Lied mit einem längeren Intro, währenddessen wurde per Video ein Text mit Zahlen und Statistiken über Kindesmisshandlungen gezeigt, bevor es dann losging. Und das Publikum schien wie versteinert, unterbrach für einen Moment das Feiern und hörte nur noch zu. Ebenso bei „Walking with you”, ein einfühlsame Ballade, getragen von Godojs Stimme und einem mächtigen orchestralen Sound.
Bei „Let it be” und „Helden gesucht” hielt es den Recklinghäuser nicht mehr auf der Bühne. Von der Atmosphäre aufgepeitscht, marschierte er, zur Freude seiner Fans, singend durchs Publikum. Und als er nach der Zugabe fragte, wer auch am Sonntagabend dabei sei, reckten sich gut 200 Ärme in die Höhe, während einer rief: „Dann können wir ja alle gleich hier pennen.”
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