Entwässerungsanlage: Keine Belästigung
19.02.2010 | 18:01 Uhr 2010-02-19T18:01:00+0100
Herten. Bürger in Sorge wegen neuer Entwässerungsanlage. Fachleute sehen Vorteile in allen Belangen
Das neue Regenrückhaltebecken mitsamt der unterirdischen Schmutzwasserspeicher an der Elper Straße wird die Situation in allen Belangen verbessern, Anwohner hätten keine Belästigungen zu befürchten. Diese Auffassung vertritt Dietmar Held von dem Bochumer Ingenieurbüro Tuttahs & Meyer, das die Anlage geplant hat. Er tritt damit Sorgen von Scherlebecker Bürgern entgegen, deren großer Andrang am Donnerstagabend eine Informationsveranstaltung der Stadt „gesprengt” hat – wie berichtet.
Die Mischwasser-Kanalisation in der Elper Straße ist nach Angaben von Held auf die zweifache Trockenwettermenge ausgelegt: „Im Normalfall wird also das gesamte Schmutzwasser sofort abgeleitet. Nur wenn bei starkem Regen viel mehr Wasser durch die Leitungen fließt, kommt das unterirdische Auffangbecken zum Tragen. Und erst wenn dieses voll ist, gelangt vorgereinigtes, stark verdünntes Schmutzwasser in das offene Regenrückhaltebecken.”
Held ist davon überzeugt, dass die Technik in dem unterirdischen Becken so ausgelegt ist, dass von dem Schmutzwasser keine zusätzlichen Geruchsbelästigungen zu erwarten sind: „Für empfindliche Nasen stinkt allerdings auch die normale Kanalisation.”
Die Stimmung in Scherlebeck war im Vorfeld der Bürger-Information am vergangenen Donnerstag insbesondere durch ein anonymes Flugblatt angeheizt worden. Es wird überhaupt gebaut, weil der Regierungspräsident den Betrieb des alten Regenbeckens untersagt hat, das zudem die Quelle des Wiesenbachs überdeckt – sie wird mit dem Neubau freigelegt.
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