Einen Schwimmzug voraus
03.08.2010 | 17:45 Uhr 2010-08-03T17:45:00+0200
Herten.Mit Schmackes die 96-Meter-Rutsche runter sausen, Beachvolleyball spielen oder sich aus windiger Höhe ins kühle Nass stürzen – im Freibad des Copa Ca Backum ist alles möglich. Und doch hat das Schwimmbad noch viel, viel mehr zu bieten.
Tatsächlich begann der Hertener Badespaß in den 1920er Jahren mit dem Freibad,- damals noch in städtischer Hand. Wer rutschen wollte, musste damals nach Herten kommen. 1986 schließlich wurde die Anlage von den Hertener Stadtwerken übernommen.
Fortan jagte eine neue Attraktion die nächste. 1989 wurde das Freizeitbad errichtet und markiert so die Geburtstunde des Copa, wie man es heute kennt. Um auch den Sportschwimmern ein Dach über dem Kopf zu bieten, kam Anfang der 1990er Jahre der Schwimmer im Hallenbad dazu. Wer so viel im Wasser getobt hat, braucht natürlich eine Stärkung. Pommes und Currywurst gibt es am Kiosk oder im Selbstbedienungsrestaurant, dem im letztlen Jahr durch einen neuen Anstrich und neue Bestuhlung ein mediterranes Ambiente verliehen wurde. Mit kulinarischen Köstlichkeiten der Saison lockt das Saunarestaurant. „Momentan ist Pfifferlingzeit, die gibt es jetzt in verschiedenen Variationen“, erklärt Dirk Rampolt, Chef des Gastronomiebereiches. In seinem Reich sorgt er dafür, dass alles frisch zubereitet wird, die Gerichte an die Bedürfnisse der Gäste angepasst werden.
„Am Frauensaunatag ist die Küche leichter, da die Damen eher auf ihre Gesundheit achten“, weiß Petra Anlauf. Sie ist seit über 20 Jahren Badleiterin und hat den Wandel zum Rundumfreizeit- und Erholungsparadies miterlebt und -gestaltet. Erholung ist ein gutes Stichwort.
Vor gut fünf Jahren sprang das Copa Ca Backum auf den Wellnesszug auf und eröffnete die Copa Oase. Dort hat man es sich auf die Fahnen geschrieben, den Besuchern beim Seele-baumeln-lassen unter die Arme zu greifen. Ob Schoko-Körpermassage oder Kleopatrabad: das Schönheits- und Entspannungsangebot ist vielfältig.
Eine Saunalandschaft gibt es natürlich auch, dann noch Kinderbetreuung, den Wasserflöhe-Kinderclub, Grillbuffets, Mitternachtssauna, Aqua-Cycling und, und, und.
Gründe, warum sich das Copa jedes Jahr über 400 000 Gäste aus dem Vest und Umgebung freuen kann. Im sonnigen Juli besuchten mehr Wasserratten das Freibad als in der ganzen letzten Saison. Eine Schönwettergarantie gibt leider auch im Copa nicht, man muss flexibel sein.
„Die Sonne scheint in Strömen“, so der Leitspruch von Petra Anlauf. Als sich am 10. Juli die Deutsche Nationalmannschaft in Port Elizabeth den dritten Platz erspielte und über NRW Sturmtief „Olivia“ wütete, ging es auch im Hertener Freibad drunter und drüber. „An diesem Tag waren ganze 2500 Besucher auf dem Gelände, die alle schnellst möglich herausdirigiert werden mussten.“, erinnert sich die Badleiterin. Stromausfall und eine Vielzahl entwurzelter Bäume – Menschen kamen nicht zu Schaden.
In den Sommerferien gibt es gerade für Kinder besondere Eintritts- und Sportangebote. Für alle, die in diesem Jahr nicht in den Urlaub fahren, ist das Copa eine abwechslungsreiche Alternative.
Mehr Informationen im Internet:
0mitdiskutieren