Donnerwetter!
11.08.2009 | 18:05 Uhr 2009-08-11T18:05:00+0200
Ab Verkehrslandeplatz Loemühle geht es mit dem Tragschrauber in die Lüfte
Der Name ist fast Programm: Donner. Jan-Bernd Donner. Wenn er sich mit seinem Fluggerät den Wolken nähert, kommt dem Passagier in seinem Rücken nur ein Gedanke: Donnerwetter, was für ein Wahnsinn. Denn man sitzt im Freien, 500 bis 800 Meter über dem Erdboden. Spürt den Wind, die Geschwindigkeit von ungefähr 120 Stundenkilometern nicht. Eher hat man das Gefühl zu schweben. Lässt die Landschaft unter sich vorbeiziehen und genießt den Ausblick. Hier Recklinghausen, dort die Schalke Arena und später die Halterner Seen, das Münsterland und die Wasserschlösser. Der Ausblick ist grenzenlos, keine Scheibe dazwischen, mehr oder weniger Rundumsicht.
Jan-Bernd Donner bietet seit knapp zwei Jahren auf dem Verkehrslandeplatz Loemühle Flüge mit seinem Gyrocopter oder auch Tragschrauber an. Er vorn als Pilot, dahinter ein Passagier. Mehr passt nicht. Doch bevor sich das Fluggerät in die Lüfte begibt, gibt es ersteinmal eine Einweisung. Während sich der Passagier den Overall überstreift, denn 800 Meter hoch über der Erde ist es relativ frisch, erklärt Donner ersteinmal das Gerät, nimmt die (vielleicht) letzten Bedenken oder Ängste. Anschließend wird die Flugroute besprochen. „Der Kunde bestimmt, wo es langgeht”, so der 57-Jährige, der mit seinem wendigen Flieger auch manch akrobatisches Kunststückchen vollziehen kann, bei Passagierflügen aber darauf verzichtet. Doch bevor der Tragschrauber abhebt, heißt es: Helm auf und den Funkkontakt zum Piloten herstellen. Denn während man die Aussicht von oben genießt, erklärt der aus Wuppertal stammende Donner laufend die Flugroute, weist auf interessante Gebäude hin und hilft – im Bedarfsfall – auch dabei, den Adrenalinspiegel niedrig zu halten.
„Durch die Tandemsitzanordnung hat man einen optimalen Blick in alle Richtungen. Ich fliege häufig Kameraleute, die die unverbaute Sicht sehr schätzen. Da kann ich im Rahmen der Vorschriften alles Mögliche mit dem Gerät anstellen. Beispielsweise in der Luft stehen bleiben, damit man konzentriert filmen oder fotografieren kann.”
Übrigens: Der Gyrokopter startet und landet nicht senkrecht wie eine Hubschrauber. Wie ein normales Flugzeug benötigt er eine Start- und Landebahn. Die muss nicht lang sein, denn der 100 PS-Motor beschleunigt das Fluggerät sehr schnell auf die nötige Geschwindigkeit von ganzen 30 Kilometer pro Stunde. Und bei diesem Tempo hebt er ab.
Auf die Idee des Tragschrauberfliegens kam der (im Hauptberuf) Marketing- und Werbeexperte nach dem James-Bond-Film „Man lebt nur zweimal”. „Danach sah ich einen Gyrocopter auf einem Flugtag in Krefeld. Und vor drei Jahren habe ich in Hildesheim einen gekauft.” Kostenpunkt der Fluggeräte: zwischen 55 000 Euro und 70 000 Euro. Je nach Ausstattung.
Kommen wir zur Frage aller Fragen. Wie sicher sind diese Fluggeräte? „Gyrokopter sind absolut sicher”, sagt Jan-Bernd Donner. „Denn zusätzlich zum Rotor haben sie auch einen Propeller, der hinter dem Piloten und dem Fluggast angebracht ist. Selbst wenn der Propeller ausfällt, stürzt man nicht ab. Wir haben ja noch den Rotor”, erklärt Donner.
17:22
Herzlichen Dank an Peter Kallwitz für den netten Artikel. Unser gemeinsamer Flug hat Spass gemacht.
Interessierten möchte ich meinen neuen Internetauftritt empfehlen: http://www.gyrocopter-marl.de
Genießen Sie das Leben!
Sehen und erleben Sie Ihre Heimat einmal ganz anders - aus der Luft. Sie fliegen mit mir, Jan-Bernd Donner, als einziger Passagier in meinem Tragschrauber (Gyrocopter).
Dieses Erlebnis wird Ihnen unvergessen bleiben, es ist im wahrsten Sinne des Wortes, „überirdisch“. Durch die Tandemsitzanordnung haben Sie einen phantastischen, optimalen Blick in alle Richtungen.
Weniger nett finde ich die anonymen Trittbrettfahrer, die diesen Artikel nutzen um für sich zu werben!
21:35
Hallo,
eine Menge Informationen rund um den Gyrocopter finden Sie auch auf der Internetseite von www.fliegmituns.de
mfg