Die Töne werden kämpferischer
01.05.2011 | 19:14 Uhr 2011-05-01T19:14:00+0200
Recklinghausen.Kein Zweifel, die Töne, die von den Gewerkschaften in diesen Tagen angeschlagen werden, sind kämpferischer geworden. So auch gestern bei der Kundgebung auf dem Hügel kurz vor der Eröffnung der 65. Ruhrfestspiele. Jürgen Czech, IG Bau-Regionalleiter, geißelte als Hauptredner so ziemlich alles. Lohndumping, Arbeitslosigkeit und Rentenpolitik. Sechs von zehn Unternehmen würden keine Arbeitnehmer über 50 einstellen. Deren Rente reiche dann gerade einmal zur Grundsicherung. Es werde außerdem der Fachkräftemangel beklagt, aber Ausbildungsplätze würden nicht angeboten. In Vest haben erst die Hälfte der Suchenden einen Ausbildungsplatz gefunden.
Kar, dass die Forderung nach dem Mindestlohn gestern nicht fehlte. Schon allein wegen der Öffnung für osteuropäische Arbeitskräfte. „Schon jetzt bieten ausländische Unternehmen ihre Dienste zu Niedriglöhnen bei den Innungen an.“ Unternehmen müssten Arbeitnehmer wieder stärker an den Gewinnen beteiligen, forderte der IG- Bau-Mann. Die Sozialsysteme müssten verbessert werden. Das Geld dafür sollten Besserverdienende beisteuern. Czech fordert für sie höhere Besteuerung sowie die Steuer auf Vermögenswerte. AV-Betriebsratsvorsitzender Norbert Maus, der zusammen mit Festspielleiter Frank Hoffmann die Ruhrfestspiele eröffnete, gab ein Plädoyer für die Steinkohle ab. „Die Kohleförderung muss bleiben.“
Frank Hoffmann sprach von einer paradoxen Welt, in der die Wirtschaft ständig wachse, aber die Armut trotzdem immer größer werde. Er appellierte an die Gewerkschaften, die unter anderem die Finanzierung der Ruhrfestspiele sichern, keine Abstriche zu machen. Die Ruhrfestspiele seien die Kultur der Gewerkschaften und in dieser Form einzigartig in Europa.
20:50
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11:09
Ab wann ist man laut Czech denn ein sogenannter BESSERVERDIENER ?
Wieso muss man Vermögendwerte doppelt besteuern. Ist da nicht schon was im Vorfeld zu ändern?
Was konkret meit der Herr Czech, wenn er sagt, dass die Sozialsysteme verbessert werden müssen? Die Kohleförderung muss bleiben, dass ist hoffentlich ein Witz, oder?
Möglichst unkonkret in die Menge giften. Ich hatte mir angesichts der erheblichen und bestehenden Probleme mehr erhofft, als einen Versuch die eigene Daseinsberechtigung zu begründen.