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Sparkasse Vest

Die Außenhaut ist fertig

11.10.2012 | 05:16 Uhr
Die Außenhaut ist fertig
Die Glasfassade der Sparkasse Vest am Herzigswall ist fast fertig.Foto: Lutz von Staegmann

Recklinghausen. „Es sieht fertig aus, aber das ist nur die Außenfassade“, sagt Sparkassen-Sprecher Christian Zumschilde. Der Eindruck am Herzogswall täuscht: Der Umbau der Sparkasse Vest nähert sich noch nicht dem Ende. Der komplette Innenausbau fehlt, und dann kommen auch noch zwei weitere Bauabschnitte. Ende Januar wurde mit der Sanierung des Gebäudes von 1965 begonnen, zunächst wurde es entkernt. „Hinter der Fassade ist nur nackter Beton“, so Christian Zumschilde.

Dass viele fragen, ob die Sanierung bald fertig sei, ist nicht neu. „Die Autofahrer schauen auch immer alle auf die Baustelle, und von Freunden und Familie hörte ich zuletzt auch öfter, dass das Hochhaus jetzt aussähe, als ob es fertig sei.“ Ganz und gar nicht. Es ist nur die erste Stufe der rund 26 Millionen Euro teuren Sanierung. In den unteren Etagen beginnt jetzt der Innenausbau, Stück für Stück geht es weiter. Die Glasfassade schützt vor Lärm einerseits, das Innere hingegen vor Wind und Wetter.

Zweiter Bauabschnitt startet voraussichtlich im Februar

„Wir schätzen, dass das Hochhaus Ende Januar bis Mitte Februar fertig wird. Danach beginnt der zweite Bauabschnitt“, erläutert der Leiter des Vorstandsstabs Zumschilde weiter. Dann geht es an die Kundenhalle, die im Herbst 2013 fertig sein soll. Während dessen werden die Kunden provisorisch in den Konferenzräumen bedient. Anschließend werden bis 2014 die Konferenzräume und Kantine erneuert. „Bislang gibt es keine wirklichen Verzögerungen“, so Zumschilde. Wann immer eine Arbeit nicht möglich gewesen sei, hätten Architekt und Bauleiter andere Tätigkeiten vorgezogen, so dass es keine Verzögerungen gegeben habe. „Gute Planung, ein bisschen ist auch Glück dabei. Wir haben keine Flughafen-Brandenburg-Probleme“, sagt der 47-Jährige lachend.

Das Hochhaus wirke mit der neuen Glasfassade etwas gestreckter, schlanker, dazu komme die neue Verkleidung des zweistöckigen Gebäudes mit der Kundenhalle in Sandstein. So sei es dem Architekten gut gelungen, das Ensemble nun harmonischer ins Stadtbild einzufügen. „Der Glasturm wirkt dann nicht mehr ganz so wie ein Fremdkörper, das war das Ziel des Architekten.“

Auch verkehrstechnisch gebe es durch die Sparkassen-Sanierung keine Probleme: „Ich erkenne überhaupt keinen Unterschied“, sagt Zumschilde. Nur eine äußere Fahrspur ist weggefallen. Am Samstag, 20. Oktober, wird jedoch auch eine Spur in Richtung Bahnhof entfallen, weil ein Spezialkran einen Aufbau für die Belüftungsanlage aufs Hochhaus hieven muss.

Oliver Mengedoht



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