Der Turm wächst nicht
15.02.2010 | 15:47 Uhr 2010-02-15T15:47:00+0100Herten. Das Wasserstoffkompetenzzentrum auf Ewald gehört zu den Hertener Attraktionen in punkto Innovation.
Der israelische Botschafter Yoram Ben-Zeev war da, Frank-Walter Steinmeier, damals Außenminister und SPD-Kanzlerkandidat, ließ sich hier im Sommer medial in Szene setzen. Dann aber wurde es zunehmend ruhiger, weil die Fertigstellung des Blauen Turms auf sich warten lässt.
Der Blaue Turm der Solar Millenum AG aus Erlangen. Er soll als Demonstrationsanlage die Marktreife der Blue-Tower-Technologie zur Verwertung regenerativer Reststoffe nachweisen. Und er soll neben Strom auch reinen Wasserstoff für das erwähnt benachbarte Wasserstoffkompetenzzentrum liefern. Im Mittelpunkt der Technik steht ein so genannter Elektrolyseur, der mit Hilfe von elektrischer Energie reinen Wasserstoff erzeugen kann. In Herten wird der Strom dafür aus Windenergie gewonnen – vom Windrad der Stadtwerke auf der benachbarten Halde Hoppenbruch. Regenerativer geht's kaum.
Kritiker indes klopfen gerne mal auf das Uhrglas und sehen das Projekt mit Fragezeichen behaftet, nicht zuletzt wegen des lähmenden Stillstandes. Das wiederum lockte die Solar Millenium AG aus der Deckung. Mit dem Hinweis, dass die zugesagten Fördermittel durch das Land Nordrhein-Westfalen durch die Verzögerungen nicht gefährdet seien und im Jahr 2010 in voller Höhe abgerufen werden können.
Die Verzögerungen, sagte Millenium-Sprecherin Susanne Krebs, würden aus dem kalten Winter resultieren, der Arbeiten auf der Baustelle unmöglich mache. Nach Ende des Frostwetters gehe es aber umgehend weiter.
Verzögerungen in der Projekt-Umsetzung werden aus Sicht des Unternehmens auch so erklärt: Es handele sich um eine neue, noch nicht marktreife Technologie, und der Betrieb der Demonstrationsanlage solle zeigen, ob bestimmte Komponenten und Teilprozesse noch zu optimieren sind. Bei Forschungs- und Entwicklungsprojekten würden sich Zeitpläne im Vorfeld nur ungenau festlegen lassen.
„Der Blaue Turm ist noch nie in diesem großen Maßstab gebaut worden”, sagt Susanne Krebs. Selbst wenn das Gesamtverfahren unverändert feststehe, stelle die Planung eine Herausforderung dar, die erst mit Projektfortschritt erkannt und gelöst werden könne. „Für zahlreiche Komponenten müssen Varianten oder Modifikationen erarbeitet werden und anschließend auf ihre technische Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit hin überprüft werden.”
Entsprechend habe sich während der Planung des Blauen Turms herausgestellt, dass bei einigen Bestandteilen wie der Abgasreinigung und der Produktgasaufbereitung keine Standardelemente verwendet werden können, sondern marktgängige Lösungen auf das Verfahren angepasst und als Sonderanfertigung bestellt werden müssen.
14:06
Wenn man so liest, was der chemische Tausendsassa auf Ewald so alles leisten soll, wird man an seinen alten Kosmos-Chemiebaukasten erinnert. Mit der mehrfach verlängerten Ursprungsgenehmigung vom 2.11.04 und der wesentlichen Änderung vom 20.11.09 hat das wohl nichts mehr zu tun ...
Aber Klappern gehört zum Handwerk!
BUND Kreisgruppe Recklinghausen
22:26
Mit Wasserstoff Energie erzeugen, wie ist es mit dem Wirkungsgrad?
Wind- Wasser- Sonnenenergie, Alkohol, Kerosin, Biomasse für die Produktion von Wasserstoff, um etwas „Kostspieliges“ zu erzielen, diese nennt man Wirkungsgrad?!?
Die Großbaustellen.2010 warten auch in Langenbochum und Westerholt/Bertlich,
diese könnten effizienter sein.
http://www.Udo-Surmann-Ihr-NRW-Landtagskandidat-2010.de/42451.html