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Arcaden-Bau

Der Turm für die Pyrotechniker

26.07.2012 | 22:35 Uhr
Der Turm für die Pyrotechniker
Das sind die Reste des Turms, aufgenommen am gestrigen Donnerstag, die gesprengt werden sollen.Foto: Joachim Kleine-Büning

Recklinghausen.   Vor kurzem teilte mfi mit, dass der Löhrhof-Abriss im Soll liege. Nun sind es fünf Wochen Zeitverzug, die durch eine Sprengung aufgeholt werden sollen.

Noch vor einer Woche teilte der Arcaden-Entwickler mfi auf WAZ-Anfrage mit, dass die Abrissarbeiten am alten Löhrhof-Center im Zeitplan liegen. Selbst nachdem der 60 Meter hohe Baukran am 6. Juni umgestürzt war, ein neuer angemietet werden musste, hieß es von Projektmanager Francisco Morillo, dass es keine Verzögerungen geben würde, weil nun das Gelände des ehemaligen Parkplatzes intensiver bearbeitet werden könne. Nun soll genau dieser Unfall dazu geführt haben, dass die Baumaßnahme um rund fünf Wochen in Zeitverzug geraten sei.

So soll die Sprengung der Hochhausreste diesen Zeitverzug kompensieren. mfi-Sprecher Thorsten Müller: „Eine Sprengung wurde meines Wissens von Baumanager Andreas Bröskamp schon zu Abrissbeginn in Erwägung gezogen.“

Diese Erwägung wird nun am Sonntag, 12. August, um 10.30 Uhr umgesetzt. Mit 35 Kilogramm gelatinösem Sprengstoff, verteilt auf 250 Sprengbohrlöcher, soll ein Schlussstrich unter die Abrissarbeiten des ehemaligen Löhrhof-Centers und des unmittelbar benachbarten Hochhauses gezogen werden.

Die Sprengung des 53 Meter hohen, 10 Meter breiten, 15 Meter langen und 4600 Tonnen schweren Hauskerns wird die renommierte Thüringer Sprenggesellschaft mbH (TSG) übernehmen, die in den letzten Jahren allein in NRW für zahlreiche Großsprengungen verantwortlich zeichnete. Dazu gehörten unter anderem das Wohnhochhaus Goliath in Marl oder das Hochhaus der Volkswohl Bund Versicherung in Dortmund.

Arcaden-Entwickler mfi hat gemeinsam mit dem Sprengunternehmen und in Abstimmung mit den Ämtern der Stadt und der Polizei den Ablauf für die Sprengung, die nach etwa. einer halben Stunde mit allen Auswirkungen beendet sein wird, festgelegt. Absperrungen und Gebäude-Evakuierungen im Baustellenumfeld, die eine halbe Stunde vor dem Zündtermin erfolgt sein müssen und insgesamt in etwa eine Stunde in Anspruch nehmen, wurden festgelegt. So wird es einen zwischen 75 und 150 Metern großen Sperrbereich um das Gebäude geben. „An der endgültigen Feinabstimmung wird zurzeit noch mit Stadt, Polizei und Feuerwehr gearbeitet“, so Thorsten Müller. Die konkreten Ergebnisse werden dann bei der Anwohner-Informationsveranstaltung am 2. August im Rathaus vorgestellt.

Nachdem sich der Staub am 12. August gelegt hat, wird das Unternehmen GL-Abbruch GmbH Esslingen die Reste entsorgen.

Bürgermeister Wolfgang Pantförder wird das Zündkommando geben und damit in punkto Löhrhof-Vergangenheit einen symbolischen Schlussstrich ziehen.

Michael Jacobs



Kommentare
30.07.2012
11:14
Der Turm,hau weg das Dingen!
von Schraubenm | #2

Es dürfte wohl an der Zeit sein ein neues Stadtbild in Recklinghausen zu errichten. Pantförder hat Glück gehabt das er einen „schlauen“ Investor gefunden hat der Ihm seinen Schrott abgekauft hat und erheblich auch noch neu Investiert. Allerdings wird aus dem Goldstück nach Eröffnung spätestens 5 Jahre danach das dunkle erwachen erleben. Ich sehe heute schon die Schlagzeile: Lehrstände ohne Ende, Ein Großmieter soll alles richten“ oder so. Und Geld bekommt mit Sicherheit keiner. Die Leute die dort arbeiten werden zum größten Teil auf 400,-euronen ausgemistet. Der Umliegende Mittelstand wird sich extrem verkleinern. Hofendlich haben die Banken dann noch genug Geld um MFI und Co. Kredite zu geben. Wirtschafts- Einkaufstadt Recklinghausen? Da werden sich die Schlauen noch wundern. Warum sollte jemand da noch hingehen wo schon die Abwanderung begonnen hat! Hoffendlich hält das Hotel die Sprengung aus! Alle Mann in Deckung

28.07.2012
11:05
Glauben Sie mfi?
von PanneFoenBaer | #1

Der Hotelbesitzer verliert Gäste und mfi will nix machen. WAZ fragt an, es gibt keinen Verzug, nun doch. Stadt findet alles Spitze und ist heiß auf noch einen Startschuß. mfi / Arcaden sind nicht allein RE und werden es nie werden (Gewerbesteuer der mfi selbst?) Die vielen kleinen und großen Einzelhändler und Dienstleister, die die Stadt tragen (auch durch Gewerbesteuerzahlungen), auf die sollte Herr P. stolz sein. Nur leider tut die Stadt nix für diese tragenden Säulen: Gründflächenpflege und saubere Stadt - Fehlanzeige. Parkraumkonzept zum Anlocken von externen Kunden - Fehlanzeige. Es sind immer die gleichen Nasen, in deren Schatten sich die Stadtspitze stellt. Und noch ein Wort zum Baustellenkonzept der mfi: Sind Ihnen schon die rücksichtslosen LKW aufgefallen? Bei "rot" in den Verkehr fahren, sich zwischen den Sperrpfosten in den Verkehr zwängen?
Gestern die Staubentwicklung im Bereich Strauss / Sternemann war uneträglich, keine Wasservernebler. Jede Menge Müll entlang Bauzaun

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