Das Thema „Kindernotinsel“ ist vom Tisch
03.05.2010 | 16:57 Uhr 2010-05-03T16:57:00+0200
Marl.Vor eineinhalb Jahren war die „Kindernotinsel“ eine sinnvolle Hilfe für Kinder, die sich bedrängt fühlten. Noch ist nichts umgesetzt. Der Beschluss von 2008 wurde nun aber vom Ausschuss für Kinder- und Jugendhilfe jetzt zurückgenommen.
„Wir haben keine Möglichkeit gesehen, das Projekt in den bestehenden Kinderschutz einzubinden“, formulierte es die Sozialdezernentin Dr. Barbara Duka im Ausschuss für Kinder- und Jugendhilfe sehr vage. Die Politiker wurden deutlicher: Das Konzept sei Geldschneiderei, das könne Marl aus eigener Kraft deutlich besser. Der Beschluss von 2008 wurde zurückgenommen.
Die Diskussion begann hektisch. Während Jens Flachmeier (Wir für Marl) verlangte, man solle sich sofort von dem alten Gedanken verabschieden, forderte Bettina Hartmann (SPD) einen Schutzraum für Kinder. Die Politik mache sich mit ihrem „Rumgeeiere“ unglaubwürdig.
Bei der Kindernotinsel (der Name ist geschützt) handelt es sich um ein Franchising-System. Es gibt Aufkleber für Geschäfte, an die sich hilfesuchende Kinder wenden können. Nachteil, so Ulrich Häring (Evangelische Stadtgemeinde Marl): Das koste ständig Geld und brauche einen halben Mitarbeiter für Anwerbung und Betreuung.
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