Das aktuelle Wetter Unser Vest 8°C
Vest

Betrunken zur Wache gefahren

08.04.2008 | 20:38 Uhr

Ein Hertener wollte einen Verkehrsrowdy anzeigen, eine Polizistin aber hatte eine gute Nase. So landete er selbst vor Gericht

Herten. Die Wahrheit war verdammt peinlich. Vielleicht war das der Grund, warum ein Hertener versuchte, dem Gericht eine Story aufzutischen.

Es fing glaubhaft an, endete aber nicht so. Ein Autofahrer habe ihn am Abend des 21. Januar auf der Katzenbuschstraße geschnitten, so der 36-Jährige am Dienstag. Eine Unverschämtheit, die er sogleich zur Anzeige bringen wollte. Der Elektromonteur begab sich also zur Wache, nannte das Kennzeichen. "Das gab's aber gar nicht", so die Polizistin, die sich der Beschwerde damals angenommen hatte. Und auch sonst fehlten brauchbare Hinweise. Die Sache war trotzdem nicht zu Ende, der Beamtin fiel nämlich etwas anderes auf: starker Alkoholgeruch. Ein Test bestätigte den Verdacht, wies 1,5 Promille nach. Ob er mit dem Auto gekommen sei, fragte die Polizistin vorsichtig. "Ja", habe der Mann frank und frei geantwortet, "ich bin allein im Pkw hierher gefahren." Er habe dabei erleichtert gewirkt. Ihr Eindruck: "Er ist häufiger betrunken gefahren und war froh, dass das ein Ende hatte."

Dazu stehen mochte der Angeklagte aber nicht, gab lieber an: Er sei als Fußgänger geschnitten worden, auch per pedes zur Wache gekommen - dabei hatten andere Beamte sein Auto vor der Wache gesehen. Der Richter verhängte 40 Tagessätze à 45 Euro wegen Trunkenheit im Verkehr. Der Führerschein ist für ein Jahr futsch. Und die Freundin, die seine Aussage gestützt hatte, muss mit einem Prozess wegen Falschaussage rechnen. deike



Kommentare
Aus dem Ressort
Oktoberfest: Neuauflage absolut erwünscht
Es gibt noch Bierkrüge
Nach dem Oktoberfest ist vor dem Oktoberfest. Denn dass es im nächsten Jahr eine Neuauflage geben wird, steht nach der phänomenalen Premiere am Wochenende ganz und gar außer Frage. Wir wäre ja verrückt, wenn wir jetzt nicht weiter machen würden, sagt Ludger Grothus, Vorsitzender des...
Guttmann und Falk verzichten auf Ehrenring
Auszeichnungen
Vier Goldene Ehrenringe für 25-jährige Tätigkeit im Stadtrat hätte Bürgermeister Achim Menge übergeben können. Es waren aber nur zwei. Die SPD-Ratsmitglieder Bärbel Guttmann und Ulrich Falk hatten schon im Vorfeld signalisiert, dass sie diese Auszeichnung nicht annehmen werden.
Bischof kommt zum 100. Geburtstag
Anbau der Amanduskirche...
Sie ist die älteste Kirche der Stadt. Ihre Ursprünge reichen bis ins 9. Jahrhundert zurück. Die Amanduskirche hat zu allen Zeiten Dattelns Stadtbild und -leben geprägt. In ihrer heutigen Form mit dem Langbau gibt es sie seit 100 Jahren. Ein Jubiläum, das am Sonntag, dem Patronatsfest der Gemeinde,...
Polizei nimmt Lkw-Aufbrecher fest
Nach Zeugenhinweis
Erst schlug der Täter die Scheibe eines Lastwagens ein. Dann macht er sich per Fahrrad aus dem Staub. Doch er kam nicht weit.
Angestellte mit Elektroschocker bedroht
Räuber flüchtet nach...
Raubüberfall auf die Tankstelle an der Barkhausstraße. Die Polizei fahndete am Morgen nach einem Mann, der die 29-jährige Angestellte aus Marl mit einem Elektroschocker bedrohte und die Einnahmen forderte.
Fotos und Videos
Das neue "Palais Vest"
Bildgalerie
Einzelhandel
Haltern aus der Luft
Bildgalerie
von oben
Sprengung des Förderturms Herten
Bildgalerie
Sprengung
Die Wildpferde sind los
Video
Naturspektakel