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Betreten verboten: Viele Grünflächen und Wälder bleiben nach Ela gesperrt

23.09.2014 | 05:35 Uhr
Dieses Bild von den Sturmschäden entstand eine Woche nach Ela. Doch noch immer sind die KSR-Mitarbeiter im Einsatz.  Thomas Nowaczyk (Archiv)
Dieses Bild von den Sturmschäden entstand eine Woche nach Ela. Doch noch immer sind die KSR-Mitarbeiter im Einsatz. Thomas Nowaczyk (Archiv)Foto: Thomas Nowaczyk

RECKLINGHAUSEN.  Mittlerweile herrscht Gewissheit: Die von Pfingststurm Ela angerichteten Schäden im öffentlichen Stadtgebiet liegen allein für die von den KSR und Fremdfirmen zu leistenden Aufräumarbeiten im Millionenbereich. Die gesamte Schadenssumme beträgt mehr als sechs Millionen Euro.

In einer ersten größeren Bilanz verkündet die Stadt, dass für die Aufräumarbeiten Kosten in Höhe von 1,2 Millionen Euro entstanden sind. In dieser Summe enthalten sind auch 613 000 Euro, mit denen 20 Fremdfirmen bezahlt wurden, die zur Schadensbeseitigung hinzugezogen wurden.

Womit längst klar ist: Die Schäden, die Ela verursacht hat, sind wesentlich höher als die, für die Kyrill Ende Januar 2007 verantwortlich war. Letzterer war damals auf unbelaubte Bäume getroffen, während Ela die Bäume mit Windstärke 11 in voller Blattstärke erwischte. Von den ca. 33 000 registrierten Bäumen außerhalb der Wälder wurden gut 8 000 beschädigt. Etwa 1000 wurden entwurzelt oder umgeworfen. Von den 360 Hektar Wald wurden 280 unterschiedlich stark beschädigt. Bei 20 Hektar musste man letztlich gar konstatieren: Totalschaden.

Wie lange es noch dauern wird, bis alle Sturmschäden beseitigt sind, ist aktuell kaum zu beantworten. Als Richtwert dürfen hier die fünf Jahre gelten, die es nach Kyrill gebraucht hat, um den vorherigen Zustand wiederherzustellen. Die ordnungsbehördliche Verordnung ist bis zum 30. September verlängert worden. Öffentliche Park- und Grünanlagen dürfen nicht betreten werden. Allerdings gibt es hier inzwischen zahlreiche Ausnahmen, beispielsweise alle Friedhöfe.

Folgende Parks und Grünflächen sowie Anlagen rund um Denkmäler sind freigegeben:

•Biotop Paschgraben
•Erlbruchpark
•Dr.-Helene-Kuhlmann-Park
•Parkanlage Bismarckplatz
•Parkanlage Grullbadstraße, Ecke Hochstraße inklusive Spielplatz
•Parkanlage Herzogswall (Engelsburg)
•Parkanlage Hohenhorster Weg
•Parkanlage Kolpingstraße
•Parkanlage Stresemannplatz
•Parkanlage Wanner Straße
•Willy-Brandt-Park
•Grünanlage Am Stadthafen
•Grünanlage Berghäuser Straße
•Grünanlage Bozener Straße/Salzburger Straße
•Grünanlage Herner Straße
•Grünanlage Heidekämpchen
•Grünanlage Schneewittchenring
•Zugangswege im Stadtgarten zum Ruhrfestspielhaus
•Festplatz Essel
•Ehrenmal Marler Straße
•Jüdisches Mahnmal, Herzogswall

Folgende Bolzplätze sind freigegeben:

•Bolzplatz Arndtstraße
•Bolzplatz Börster Weg
•Bolzplatz Bruchweg
•Bolzplatz Christophstraße
•Bolzplatz Pappelallee
•Bolzplatz Schleusenstraße

Die meisten Spielplätze sind freigegeben. Folgende Spielplätze sind noch gesperrt:

•Spielplatz Bürgerhaus Süd
•Spielplatz Emilstraße/Hüserstraße
•Spielplatz Hochstraße/Theodor-Körner-Straße
•Spielplatz Karlsbadstraße
•Spielplatz Königsstraße
•Spielplatz Maringerstraße
•Spielplatz Professor-Knipping-Straße
•Spielplatz Stegerwaldstraße
•Spielplatz Südpark König-Ludwig-Straße
•Spielplatz Walter-Wenthe-Straße

Der Bike- & Skatepark ist freigegeben. Wichtig: Zugang nur über Cranger Straße (Drachenbrücke). Die Jugendecke "Stuckenbusch" ist freigegeben.

Für die Wälder hat der Landesbetrieb Wald und Holz NRW das Betretungsverbot bis zum 12. Januar 2015 verlängert. Ausnahmen bilden hier die Waldwege der Halde Hoheward.

Ralf Wiethaup

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Betreten verboten: Viele Grünflächen und Wälder bleiben nach Ela gesperrt
Betreten verboten: Viele Grünflächen und Wälder bleiben nach Ela gesperrt
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