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Behinderten-Sportabzeichen

Behinderte aus Datteln leisten Großes beim Sportabzeichen

17.10.2012 | 19:00 Uhr
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Behinderte aus Datteln leisten Großes beim Sportabzeichen
Zum ersten Mal legten Menschen mit Behinderungen die Disziplinen für das Sportabzeichen ab.Foto:Petra Pospiech

Datteln. Höher, weiter, schneller – sechs Bewohner des Freiherr vom Stein-Hauses in Datteln gaben alles, um das begehrte Deutsche Sportabzeichen für Menschen mit Behinderungen zu erlangen.

Dieses spezielle Sportabzeichen gibt es erst seit dem Jahr 2000. In Datteln wurde jetzt erstmals ein solcher Wettbewerb durchgeführt. Bereits als Abteilungsleiter für die Leichtathletikabteilung beim TV 09 Datteln suchte Helmut Nottelmann Kontakt zur 2001 gegründeten Laufsportgruppe des Freiherr-von-Stein-Hauses. „Doch erst jetzt als Sportabzeichen-Obmann beim Stadtsportverband Datteln wurde ich darauf aufmerksam, dass es auch ein Deutsches Sportabzeichen für Menschen mit Behinderungen gibt“, berichtet der Dattelner. Voller Begeisterung reagierten die Laufsportgruppe des Freiherr-vom-Stein-Hauses und ihre Betreuer Horst Quinkenstein und Christoph Merten auf seinen Vorschlag, dieses Sportabzeichen zu erlangen.

Spezielle Kriterien

Für Menschen mit Behinderungen hat der Deutsche Behinderten-Sportverband spezielle Kriterien zum Ablegen des Sportabzeichens aufgestellt.

Aufgrund ihres regelmäßigen Laufsporttrainings absolvierten die geübten Läufer die Anforderungen für den 1500-Meterlauf erwartungsgemäß mit Leichtigkeit. Statt der erforderlichen 20 Minuten für Männer in der Altersklasse ab 55 Jahren, erreichte Marathonläufer Klaus Winter mit 7,30 Minuten als erster das Ziel.

Es folgten Detlef Thormann mit 9,21 Minuten, Ludwig Frohn (9,35), Siggi Sommer ((9,40), Thomas Nieder-Eicholz (9,45) und Rudolf Kemmerling mit 11,35 Minuten.

Alle anderen ungewohnten Disziplinen mussten mühsam erkämpft werden. So glänzte Thomas N. beim Hochsprung bei einer Höhe von einem Meter, obwohl nur 70 Zentimeter vorausgesetzt wurden. Beim Kugelstoßen erreichte Detlef Th. 5,20 Meter. 1,20 Meter mehr als gefordert. Jeder Erfolg wurde gebührend beklatscht. Schon jetzt freuen sich alle Beteiligten auf die offizielle Sportzeichen-Verleihung Mitte Januar gemeinsam mit über 200 nicht behinderten Teilnehmern.

Petra Pospiech

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