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Badespaß am Silbersee

06.08.2012 | 18:44 Uhr
Badespaß am Silbersee
Badespaß am Silbersee im Haltern-Sythen an der Münsterstraße. Junge Leute stellen die Mehrzahl der Besucher.Foto: Lutz von Staegmann

Haltern am See. Immer wieder Wolken und Regen: Derzeit lädt das Wetter nicht gerade zum Baden ein. Davon abgesehen genießen Badegäste den Sprung ins kühle Nass des Silbersees II. Sie stellen dem Badesee in Haltern gute Noten aus. Auf einer Schulnotenskala zwischen 1 und 6 vergaben rund 500 befragte Badegäste Noten zwischen 1,9 und 2,4.

Dr. Sabine Lange, Geschäftsführerin der Betreibergesellschaft Silbersee II, stellte das Ergebnis einer 2011 durchgeführten Besucherbefragung vor. Insgesamt waren am 2. und am 20. August 488 Besucher befragt worden. Die besten Noten gab es für den feinen, großzügigen, sauberen Sandstrand und das saubere, natürliche Wasser. Einzelne Aspekte wurden wie folgt bewertet: Atmosphäre (1,9), Parkmöglichkeiten (2,0), Beschilderung und Erreichbarkeit (jeweils 2,1), Pflegezustand (2,3) und Publikum (2,4). Die Beurteilung der genutzten Angebote rangiert zwischen 1,8 und 3,0. Die drei Strandabschnitte Hauptstrand, Strand in Restaurantnähe und FKK-Bereich erhalten Noten zwischen 1,8 und 2,1. Der Badesee selbst bekommt mit 1,8 die beste Bewertung, das Strandrestaurant eine 2,2. Am Ende der Skala liegen der Imbiss (2,7) und die Sanitäranlagen (3,0). Letzteres sei dem Andrang an Spitzentagen geschuldet, so Treibsand-Pächter Udo Meilenbrock. „Bei 12 000 bis 15 000 Badegästen sind die zwei öffentlichen Toiletten an ihrem Limit angekommen.“ Gleiches gilt für den Imbissbetrieb, vor dem sich bei steigender Besucherzahl die Wartezeiten verlängern.

Junge Besucher in der Mehrheit

„Diese Probleme gibt es aber nur an bis zu 15 Tagen im Jahr, deshalb können wir die Infrastruktur insgesamt nicht aufrüsten“, so Meilenbrock. Das sieht Geschäftsführerin Dr. Sabine Lange ähnlich, deshalb „werden wir in nächster Zeit nachbessern, aber keine weiteren Bauten erstellen.“

Zumal die Probleme nicht auf der Wunschliste der Befragten auftauchen. Sie äußerten vielmehr eine ganze Reihe von Verbesserungsvorschlägen zur Infrastruktur, zum Spiel- und Sportangebot und zur Gastronomie: mehr Schattenplätze durch Bäume, Verleih von Liegen und Sonnenschirmen, Grillmöglichkeiten, Rutschen, Schwimminseln, eine Beach- und Cocktailbar oder ein Strandcafe. Feuerstellen und Grillmöglichkeiten erteilte Baudezernent Wolfgang Kiski sofort eine Absage, da der Badesee in einem Naturschutzgebiet liege. „Eine Schwimminsel und Rutsche verlangen mehr Badeaufsicht“, so Kiski. Getränke, Kaffee und Kuchen gibt es im „Treibsand“. Bei der Ausgabe von Alkohol sei man vorsichtig, stellte Meilenbrock klar. „Abgesehen vom Bier schenken wir keinen Alkohol aus, da viele Jugendliche unter den Badegästen sind.“

Junge Menschen, Schüler und Studenten (46 Prozent), stellen unter der Woche die Mehrheit der Besucher. Am Wochenende suchen überwiegend Berufstätige (über 60 Prozent) die Abkühlung. Die meisten Badegäste kommen mehrmals im Monat und bleiben durchschnittlich gut fünf Stunden.

50 Prozent aus dem Ruhrgebiet

Bleibt die Frage, woher die Badegäste kommen. Die Erhebung bestätigt, dass zwischen 47 und 53 Prozent aus dem Ruhrgebiet anreisen (Dr. Lange: „Was die Beteiligung des RVR an der Betreibergesellschaft rechtfertigt.“). Das wurde anhand von fast 3100 Autokennzeichen ermittelt. Auch das ist eine Erkenntnis der Erhebung: zwischen 80 und 90 Prozent kommen mit dem eigenen Wagen (Bus und Bahn je 6 %, zu Fuß 2 %). Verkehrsprobleme mit wildem Parken und Zufahrt blockieren gibt es seit dem Ausbau der Parkplätze und einem vom „Treibsand“ beauftragten Ordnungsdienst nicht mehr. Fazit Dr. Lange: „Der Silbersee II ist ein etabliertes, gepflegtes, regionales Angebot.“

Irene Stock

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