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Halden im Ruhrgebiet

Ausflug zur Halde Ewald-Fortsetzung in Oer-Erkenschwick

28.10.2012 | 16:18 Uhr
Ausflug zur Halde Ewald-Fortsetzung in Oer-Erkenschwick
Besucherandrang herrschte auf der Halde Ewald-Fortsetzung am Eröffnungstag, dem 22. August 2009.

Oer-Erkenschwick.  Mitten im Ruhrgebiet liegt ein Gebirge, das es vor einigen Jahrzehnten noch gar nicht gab: Die Halden und Deponien mit den Abfällen der Montanindustrie bilden mittlerweile eine beachtliche Bergwelt. Ein Ausflug zur Halde Ewald-Fortsetzung in Oer-Erkenschwick.

Mittendrin statt nur dabei: Für die Halde Ewald-Fortsetzung trifft das Werbemotto noch mehr zu als für die ehemalige namengebende Zeche. Mitten zwischen Oer, Erkenschwick und Rapen bildet die Halde fast so etwas wie ein verbindendes Dreieck. Zehn Jahre lang hatte die Ruhrkohle AG nach der Schließung der Zeche auf der grünen Immobilie gesessen.

Von allen Seiten verriegelt und verrammelt, eingezäunt und beschildert. Inzwischen gehört die Halde dem RVR, der sie im Sommer 2009 für die Öffentlichkeit zugänglich machte. Zumindest teilweise. So hat der westliche Teil, also der eigentliche Berg auf dem riesigen Haldengelände, ordentlich angelegte Wege bekommen. Wobei „ordentlich“ sich hier auf das Niveau bezieht, auf dem der Regionalverband gemeinhin seine Wege anlegt: Die „wassergebundene Decke“ dürfte nach den ersten schweren Regengüssen nicht mehr sehr besucherfreundlich aussehen.

Steckbrief

Stadt: Oer-Erkenschwick

Fertigstellung: 2009

Zugänglichkeit: nahezu vollständig

Art/Form: Abraumhalde, Spitzkegel

Eigentümer: Regionalverband Ruhr

Höhe über NN: ca. 130 m

Höhe ü. Niveau: ca. 50 m

Fläche: ca. 48 ha

Anfahrt/Parken: Stimbergstr., (Ewaldstr.; Klein-Erkenschwicker Str.)

Besonderes: Wege und Zugänge sind teilweise noch im Bau

Schließlich haben die Wege zum Gipfel ein respektables Gefälle, das den Schotter flüssig zu Tal trägt. Für Naturliebhaber wirkt die Halde sofort anheimelnd. Etliche Jahre schon hatten hier Bäume und Strauchwerk Zeit, ungestört empor zu wachsen. Wer trotz der vielen Bäume aber gerne in die Ferne gucken will, muss bis ganz oben marschieren. Was sich aber fraglos lohnt bei 130 Metern über NN.

Freizeit- und Erholungsnutzung geplant

Vom Gipfel und vom Gipfelplateau sind zwei Schneisen geschlagen, die zwar schmale, aber dafür weite Blicke nach Norden und Süden freigeben. Zum Zeitpunkt der Haldenöffnung im Spätsommer 2009 waren noch nicht alle Wege angelegt, die für das gesamte Gelände vorgesehen sind. Wenn alles fertig ist, soll man über zehn verschiedene Zugänge auf die Halde kommen.

Oben - Haldenlandschaft Ruhrgebiet

Dieser Text stammt aus dem Buch "Oben - Haldenlandschaft Ruhrgebiet", erschienen im Klartext Verlag. Hier geht's zum Onlineshop.

Mit einer Fahrradanbindung über die König-Ludwig-Trasse, die irgendwann einmal in der Liga von HOAG-Bahn und Erzbahntrasse spielen soll. Auch für die östliche Wiesenfläche hat man Pläne. Der RVR stellt sich eine Freizeit- und Erholungsnutzung mit verschiedenen Sportangeboten für jüngere und ältere Menschen vor. Einheimische Golfer möchten dort am liebsten einen Volksgolfplatz anlegen. Fortsetzung folgt.

Manfred Vollmer und Wolfgang Berke



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