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Auf den Hund gekommen

07.03.2012 | 20:00 Uhr
Auf den Hund gekommen
Foto: Joachim Kleine-Büning/WAZ FotoPool

Recklinghausen. Er hat ein graues, rauhes Fell, das im Gesicht etwas länger als am restlichen Körper ist. Allein von den Pfoten bis zu den Schultern misst er beeindruckende 100 Zentimeter und wiegt dabei verhältnismäßig zarte 75 Kilogramm. Die Rede ist von „Theo“, einem irischen Wolfshund, dessen Rasse zu den größten der Welt zählt. Getoppt wird Theo lediglich von der in den USA lebenden deutschen Dogge „George“, dem mit genau 109 Zentimetern Schulterhöhe laut Guinness-Buch der Rekorde aktuell „größten Hund der Welt“.

Auch wenn es momentan nicht für einen Eintrag in die Rekord-Fibel reicht, zumindest in Recklinghausen zählte Theo im Caritashaus Reginalda in Recklinghausen-Süd klar zu den Größten – nicht nur von der Statur her. Im Rahmen einer Hundevisite besuchte die caritative Organisation „Graues Gold e.V.“ am Dienstagnachmittag mit insgesamt drei Hunden die Bewohner des Pflegeheimes.

Zusammen mit seiner Besitzerin, der ehrenamtlichen Mitarbeiterin Henrike Becker (49), bot Theo jedem Insassen in einer großen Sitzrunde Gelegenheit zum Liebkosen. Viele Senioren waren von dem riesigen, eineinhalb Jahre jungen Hund anfänglich sehr erstaunt. „Ach, du meine Güte“, hieß es zu Beginn beinahe einstimmig. Geduldig ließ sich der Rüde von ihnen ausgiebig streicheln und später mit Leckereien füttern, die Hemmschwelle sank. „Dieser Hund ist schon wirklich einmalig“, bemerkt die 82-jährige Bewohnerin Elisabeth Daute verzückt. Auch Gertrud Rapior („Jahrgang 1919“) zeigte sich beeindruckt. Schon immer habe sie Hunde besessen, sie freue sich, wenn die Vierbeiner in der nächsten Woche wiederkommen. Für Grete Nienhaus (79) war bislang ein Bernhadiner der größte Hund, den sie je gesehen hatte. Sie selber habe jedoch immer Katzen bevorzugt.

„Die Kooperation mit der Organisation besteht seit Anfang Februar diesen Jahres. Einmal in der Woche werden wir von ihnen besucht“, sagt Einrichtungsleiterin Christel Zynga. Die Gründerin und Vorsitzende der Vereinigung, Iris Koczwara, verkündet, dass zu diesem Zweck zuküntig zwei weitere Hunde eingesetzt werden. Die Idee, den imposanten Wolfshund in die Aktion mit einzubeziehen, soll vor allem auch den„bettlägerigen Bewohnern zugute kommen“, ergänzt Iris Koczwara. Mit der Kampagne erhoffen sich sowohl das Caritashaus als auch der Generationenhof eine positive Wirkung der Tiere auf das Befinden alter Menschen und ein wenig tierische Abwechslung.

Über den tierischen Besuch waren jedoch nicht alle Bewohner erfreut. Einige Seniorinnen blieben aus Furcht dem munteren Treiben mit angespannten Gesichtern fern. „Im Alter von 15 Jahren wurde ich von einem weißen Spitz gebissen“, erzählt eine Dame. „Seitdem traue ich keinem Hund mehr.“

Nach Theo kamen noch andere Vierbeiner zum Einsatz, die ebenfalls mit Zärtlichkeiten bedacht wurden, die zweijährige braune Labradordame „Baby“ und ihre vierjährige Artgenossin „Cherie“.

Kommentare
07.03.2012
23:55
Auf den Hund gekommen
von Mondello | #1

Getoppt wird er von Wölfi aus Unna, 110 cm Schulterhöhe, leider noch nicht im Guiness-Buch der Rekorde eingetragen... Wolfshund George aus USA ist...
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2012-03-07 20:00
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