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Wallringfest 2011

Am Wall geht’s rund

27.06.2011 | 17:14 Uhr
Am Wall geht’s rund
Das Wallringfest: Immer auf dem Programm: Das Elite-Radrennen mit internationalen Top-Stars auf dem Hochgeschwindigkeitskurs um die Wälle. Beim Inliner-Rennen 2010 gingen 47 Aktive an den Start. Foto: Lutz von Staegmann

Recklinghausen.Am Sonntag geht das Sport- und Familienfest in die dritte Runde

2008 wollte die Stadt den endlich gestemmten Umbau des historischen Walls feiern und im Zuge dessen die Bewohnern entschädigen, die von den Bauarbeiten betroffen waren. Schon das erste Wallringfest 2009 war ein voller Erfolg: Rund 25 000 Zuschauer bestaunten rund um den Wall ihre Rad- und Inlinesportidole oder feuerten während der Hobbyrennen Familienmitglieder und Freunde an. Im Vorjahr ging es etwas ruhiger zu. „Da lag die Aufmerksamkeit eher bei Public-Viewing und der Fußball-WM“, erinnert sich Lars Trottmann vom Veranstalter, der Arena Recklinghausen GmbH. Er ist aber zuversichtlich, dass es bei prognostiziertem Kaiserwetter am Wochenende wieder voller wird.

Denn am Sonntag, 3. Juli, geht das Sport- und Familienfest in die dritte Runde. Ab 11 Uhr werden auf dem Rathausplatz Profis, Hobbysportler und Kinder in verschiedenen Rennen an den Start gehen und je nach Klasse unterschiedlich häufig die Ziellinie kreuzen. Das „Jedermann“-Rennen markiert den Beginn des Wallringfestes. Rund 150 Laiensportler stellen sich dem 1800 Meter langen Wallringkurs. Und das ganze 33 Runden. Auch die kleinen Radsportler bekommen ab 12.45 Uhr die Möglichkeit, einmal ohne lästigen Verkehr den Ring zu befahren und Rennfahrerluft zu schnuppern. Teilnehmen können Kinder zwischen sechs und 12 Jahren. Eine Anmeldung ist vor Ort am Pavillon auf dem Rathausplatz möglich.

Mitradeln lohnt sich: Jedes Kind bekommt eine Medaille und darüber hinaus einen Gutschein für das Schwimmbad Maritimo in Oer-Erkenschwick. Nach einem Inliner-Kinderlauf um 13 Uhr, ist die Strecke von 13.15 Uhr frei für die ganze Inliner-Familie. Einfach zeitig am Start einfinden und gemütlich die Stadt umkurven. Beim Inliner-Rennen um 16 Uhr geht es rasanter zu. Mit bis zu 50 Sachen werden die Teilnehmer, vom Jugendalter bis über 80 Lenzen, an den Zuschauern vorbeiziehen.

Michael Zurhausen, der die sportliche Leitung des Festes inne hat, ist es in diesem Jahr gelungen, zwei Deutsche Meisterschaften in die Stadt zu holen und damit Recklinghausen auf dem Radsportkalender zu etablieren. Ab 13.45 Uhr wird zum einen die Deutsche Meisterschaft der Ärzte und medizinischen Berufe und zum anderen die der Banken und Versicherung ausgetragen. Absoluter Höhepunkt des Tages ist natürlich das um 17.30 Uhr startende Eliterennen mit Radsportlern der Spitzenklasse. Vorjahressieger Alexander Aeschbach aus der Schweiz wird trotz des starken Startfeldes versuchen, seinen Titel zu verteidigen. Leif Lampater, Sieger 2009, und der fünffache Weltmeister Franco Marvulli reisen eigens für das Wallringfest direkt von einem Sechs-Tage-Rennen aus Fiorenzola nach Recklinghausen.

Mit Höchstgeschwindigkeiten von 70 bis 80 Kilometern pro Stunde werden die über 100 Radprofis die 70 Kilometer lange Strecke zurücklegen. „Eine der schnellsten Rundstrecken in Deutschland, da es keine scharfen Kurven gibt“, erklärt Trottmann. Berg- und Sprintwertungen garantieren Spannung rund um die ganze Strecke. Den Anstieg an der Engelsburg bezeichnet er als „Recklinghäuser L’Alpe d’Huez“ - „Nicht so hart wie bei der Tour de France, in die Beine geht es trotzdem.“ .

Jaqueline Fensch

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