Kino
Am 20. März startet in Recklinghausen das 1. Kirchliche Filmfestival
04.03.2010 | 11:55 Uhr 2010-03-04T11:55:00+0100
Vest. Vom 19. bis 21. März werden in Recklinghausen Filme zum Thema Kirche gezeigt. Das Festival startet mit der Deutschlandpremiere von "Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen". Und Regisseur Sönke Wortmann kommt nach Recklinghausen und zeigt "Die Päpstin".
Drei Tage Kino total. Mit einer Deutschlandpremiere startet am 19. März im Recklinghäuser Cineworld das 1. Kirchliche Filmfestival: Zum Auftakt wird der Dokumentarfilm „Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen” gezeigt, ein Film von Hajo Schomerus, der, wie auch Präses Alfred Buß von der Evangelischen Kirche von Westfalen sowie Bischof Felix Genn vom Bistum Münster, zur Eröffnung des Festivals nach Recklinghausen kommen wird. Und in der Festspielstadt wird als einer der Höhepunkte „Vorstadtkrokodile” mit dem Kinderfilmpreis ausgezeichnet. Den Preis des Festivals erhält „Die Fremde”, ein Film von Feo Aladag, die sich zur Verleihung angesagt hat. Die Hauptrolle spielt Sibel Kekilli.
Der Eröffnungs-Dokumentarfilm „Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen” porträtiert Vertreter von sechs christlichen Konfessionen, die in der Grabeskirche in Jerusalem unter einem Dach leben: griechisch-orthodoxe Christen, römisch-lateinische Franziskaner, syrische Christen, armenische Christen, äthiopische Abessinier und ägyptische Kopten. Regisseur Hajo Schomerus, der Film- und Fernsehkamera an der Fachhochschule Dortmund studierte, wurde für seinen Abschlussfilm „Ich und das Universum” mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Preis der deutschen Filmkritik als bester Kurzfilm, dem Publikumspreis des Kurzfilmfestivals Hamburg und einer Nominierung für den europäischen Filmpreis.
Marler Star-Regisseur Sönke Wortmann kommt
Ein Wiedersehen wird es im Rahmen des Festivals auch mit dem in Marl geborenen Regisseur Sönke Wortmann geben. Sein Film „Die Päpstin” wird am Samstag, 20 März, auf dem Festival gezeigt. Wortmann wird an diesem Abend ebenfalls in Recklinghausen Gast sein. Einen Tag später, zum Abschluss der Veranstaltung, wird der Streifen „Waffenstillstand” gezeigt, in dem eine Zweckgemeinschaft unterschiedlicher Individualisten eine 24-stündige Feuerpause im Irakkrieg zur gefährlichen Fahrt von Bagdad nach Falludscha und zurück nutzt. Und womöglich, so die Ausrichter des Festivals, wird einer der Hauptdarsteller, nämlich Hannes Jaenicke, nach Recklinghausen kommen. „Das ist aber noch nicht endgültig klar”, erklären die Veranstalter, der Arbeitskreis von „Kirche und Kino”.
Warum ein weiteres Filmfestival neben unzähligen anderen in Deutschland? Dazu Horst Walther vom Institut für Kino und Filmkultur in Wiesbanden, der zu den künstlerischen Leitern des Festivals gehört: „Dieses ist aus reinem Interesse an der Sache entstanden. Seit Jahren gibt es Kino und Kirche mit zahlreichen Diskussionen rund um die einzelnen Filme. Wir dachten dann, daraus können wir eigentlich mehr machen.” Und welche Themen werden bevorzugt, ausschließlich kirchliche? „Überhaupt nicht. Es geht hierbei mehr um gesellschaftliche Werte. Und so ist es auch konzipiert. Es geht um das Publikum und die Macher, um die Diskussion nach dem Film über den Film.”
Das Programm am Freitag (19.3.): Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen, Weltpremiere, 20 Uhr. Danach Eröffnungsfeier mit Memphis PC.
Samstag (20. 3.): Losers and Winners (13 Uhr); Der Hahn ist tot als Vorfilm plus Vaya con Dios (15 Uhr). Sisters in Law (17 Uhr); Die Päpstin (17 Uhr); Die Fremde (19.30 Uhr).
Sonntag (21. 3.): Simons Geheimnis (11 Uhr); Swetlana (15 Uhr); Vorstadtkrokodile (Kinderfilmpreis, 15 Uhr); Zeche is nich (17.30 Uhr); Waffenstillstand (20 Uhr).
20:40
Falls nicht in Recklinghausen oder im Kino verpasst, hier gibt es Sisters in Law als legalen Video on Demand Stream zu sehen:
http://www.realeyz.tv/de/-kim-longinotto-&-florence-ayisi--sisters-in-law_cont859.html